Aphrodisiaka ganz legal Das sind die natürlichen Potenzmittel

Die Hälfte der illegal importierten Medikamente 2015 sind Potenzmittel. Während das Geschäft mit dubiosen und auch gefährlichen Plagiaten floriert, untersuchen Wissenschafter die Wirkung von Aphrodisiaka.

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Gesundheit

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1134 illegale Arzneimittel hat der Schweizer Zoll im letzten Jahr abgefangen. Während weniger Schlankheitsmittel als im Vorjahr unter den Medikamenten waren, machte die Hälfte der illegalen Importen immer noch Potenzmittel aus. Das Geschäft boomt – vor allem im Internet blüht der Schwarzhandel mit Viagra-Plagiaten, wobei viele der gefälschten Pillen die Gesundheit gefährden können. 

Dass der Mensch seine Libido mit Hilfsmitteln ankurben will, ist nichts neues, schon in der Antike halfen liebestolle Römer oder Ägypter mit speziellen Kräutermischungen nach. Die Liste der Pflanzen, denen eine aphrodisierende, also luststeigernde, Wirkung nachgesagt wird, ist lang. Aber bei einigen konnten Forscher tatsächlich gewissen anregende Attribute nachweisen. 

Safran

Iranische Forscher der Tehran University of Medical Sciences konnten an männlichen Probanden, die wegen eines Antidepressivums (Fluoxetin) Erektionsstörungen hatten, die potenzsteigernde Wirkung von Safran beweisen: Zwei Mal täglich nahmen die Männer 15 mg Safranextrakt ein, nach vier Wochen hatten 60% von ihnen keine Erektionsprobleme mehr.  

Ginseng

Die Chinesen kennen Ginseng schon lange als Aphrodisiakum. Doch während man jahrelang die Wurzel dieser Pflanze als Heilmittel einsetzte, erkannte man die Wirkung der Ginseng-Beeren erst vor wenigen Jahren. Rund 120 Männer mit schwachen bis mässigen Erektionsstörungen nahmen an einer Studie der koreanischen Yonsei Universität teil. Eine Hälfte bekam täglich ein Extrakt aus Gingseng-Beeren, die andere erhielt ein Placebo. Bei der Datenauswertung stellte man fest, dass die Ginsengflanze alle Bereiche der sexuellen Funktion verbessert hatte. 

Maca-Pulver

Die südamerikanischen Inka kennen Maca, eine Knolle aus dem Hochland Südamerikas, als Mittel gegen Potenzprobleme und Libidomangel. Peruanische Forscher der Cayetano Heredia Universität in Lima testeten die Wirkung von Maca bei Männern im Alter zwischen 21 und 56 Jahren. Im Gegensatz zur koreanischen Studie wiesen diese Männer aber keine Erektionsstörungen auf. Aber auch die Peruaner verabreichten einem Teil der Probanden Placebos. Nach 8 Wochen hatte sich in der Maca-Gruppe das sexuelle Verlangen deutlich gesteigert – so konnte zwar keine potenz- aber luststeigernde Wirkungen wissenschaftlich nachgewiesen werden. 

Publiziert am 26.02.2016 | Aktualisiert am 01.09.2016
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