Kyburz eRod im Test Schweizer Starkstrom

Emotionen statt Emissionen: Der Kyburz eRod ist quasi Schweizer Fahrzeugbau unter Starkstrom. BLICK testet den extrem puristischen Elektrokart.

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So klein und schon so auffällig: Da röhrt vor uns ein Ferrari durchs Zürcher Trendquartier – doch die Hallos und Handyfotos ernten wir im summenden E-Zwerg dahinter. Wer hats erfunden? Kyburz! Den eRod der Schweizer Elektro-Experten gibts ab 36'000, für begabte Bastler ab 27'000 Franken. Was das soll? Gute Laune machen!

Spass muss sein

Reinkraxeln, Kniescheibe anschlagen, Hosenträgergurte festzurren und über die simple Bedienung grinsen: Den Retourgang bedient ein nostalgischer Kippschalter. Aber beim Gas (pardon: Strom) geben ist Schluss mit gestern. Die Zukunft summt leise – aber wie!

Mit nur 61 E-PS? Ja, denn die zweiplätzige Puristenflunder hält strengste Diät, und der E-Motor geht ab wie ein Lichtschalter: klick und weg. Erst bei Tempo 100 wirds zäher. Egal, auf der Autobahn wirkt das Kleinmotorfahrzeug eh wie fehlgeleitet. Zumal wir uns mangels Karosserie wie Nacktwanderer fühlen und uns normale Autos wie hohe Berge überragen.

Technische Daten

Kyburz eRod «Fun»

Antrieb: E-Motor, 45 kW/61 PS, 140 Nm@1/min, 1-Gang-Automat, Heckantrieb
Fahrleistungen: 0-80 km/h 5,7 s, Spitze 120 km/h, Reichweite Werk/Test ca. 100-130/136 km
Masse: L/B/H 3,06/1,62/1,24 m, 600 kg
Verbrauch: Werk/Test ca. 15/13 kWh/100 km, 0/0 g CO2/km
Preis: Bausatz/Komplettfahrzeug ab 27'000/36'000 Franken (Basis: eRod «Basic», 45 kW/61 PS, Reichweite 55-70 km, ab 23 400/31'000 Fr.)
Plus: Sehr flott und kurvengierig, nicht zu hart, für Funauto gute Reichweite, abgasfrei
Minus: Keine geschlossene Ablage, mässiges Licht

Also kurven wir über Land – und haben uns selten so vergnügt die Frisur ruiniert! Jede Kehre nährt das Dauergrinsen, das uns bald Fliegen zwischen den Zähnen beschert (Achtung: Schutzbrille anziehen!).

Je kurviger, desto besser – zumal das Heck nur frech statt fies zuckt. Irre ist der Blick auf freistehende Räder wie im Formelsport und die Federung straff statt gnadenlos.

Nach 130 Kilometern heissts eine Nacht aufladen (für weniger als drei Franken) und von der «Race»-Version (150 kW/204 PS) träumen. Macht das Sinn? Nein, aber irre Spass. Und das macht Sinn.

Kyburz Switzerland AG

Wo die Post summt

Viele kennen Kyburz, nur wissen sie es nicht: Bringt uns einer von 6000 E-Scootern abgas- und lärmfrei die Post, stammt das E-Dreirad aus Freienstein im Zürcher Unterland. Dort baut Martin Kyburz (51) seit 25 Jahren E-Senioren- und Behindertenmobile. Daraus entstand die Idee, der Post den E-Scooter Kyburz DXP vorzuschlagen. Der jüngste Coup der 80 E-Experten ist der mit der Fachhochschule Bern entwickelte eRod. Infos: kyburz-switzerland.ch

Emmissionsfrei und nahezu geräuschlos: der Kyburz DXP. play
Emmissionsfrei und nahezu geräuschlos: der Kyburz DXP. Werk
Publiziert am 11.10.2016 | Aktualisiert am 10.10.2016
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1 Kommentare
  • Bugi  Burgherr , via Facebook 11.10.2016
    Das Auto ist doch ein Schnäppchen, wenn man bedenkt das ein E-Dreirad mit Anhänger von der post schon 25 000 Franken kostet.