Hyundai ix35 Fuel Cell Start frei für das Brennstoffzellen-Auto

Neuer Schub für die Brennstoffzellen-Technik: Nachdem der Toyota Mirai nicht in die Schweiz kommt, bietet Hyundai mit dem Kompakt-SUV ix35 Fuel Cell ab sofort das erste in Grossserie gebaute Wasserstoff-Fahrzeug für die Schweiz an.

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?

Top 3

1 BMW 5er schon gefahren Digitaler Vorreiter
2 Mitfahrt im getarnten Mercedes E 400 Coupé E für Extrascharf
3 Mercedes E-Klasse All-Terrain – schon gefahren Hightech-Geländekombi

Neuheiten

teilen
teilen
19 shares
2 Kommentare
Fehler
Melden

«Nachhaltige Mobilität bekommt mit dem ix35 Fuel Cell eine neue Dimension», erklärt der Schweizer Hyundai Managing Director Diego Battiston stolz. Tatsächlich lanciert Hyundai ab sofort ein Fahrzeug, dessen Technik morgen bald weitverbreitet sein könnte. Denn der koreanische Kompakt-SUV ix35 Fuel Cell produziert seinen für den Elektroantrieb nötigen Strom an Bord und benötigt so nur rund alle 600 Kilometer einen Tankstopp, um während zwei bis vier Minuten knapp sechs Kilo Wasserstoff aufzunehmen.

Wie ist das möglich? In der im Fahrzeug verbauten Brennstoffzelle entsteht aus dem getankten Wasserstoff (H) und Sauerstoff (O) in einer kontrollierten, chemischen Reaktion Wasser(dampf). Die dabei freigesetzte, elektrische Energie wird in eine 24-kW-Lithium-Ionen-Polymer-Batterie gespeist und an den 136-PS-Elektromotor des Hyundai ix35 Fuel Cell abgegeben. Damit kurvt der bis zu 160 km/h schnelle SUV bis auf ein leises Säuseln beim Beschleunigen, wenn ein Ventilator Luft durch die einzelnen Stacks der Brennstoffzellen bläst, lautlos und emissionsfrei über die Strasse.

SonntagsBlick konnte sich – allerdings noch mit einem Prototypen – anfangs Jahr auf einer ersten Probefahrt mit der fortschrittlichen Technik des ix35 Fuel Cell bekannt machen. Natürlich spürt man beim Handling die aufwendige Antriebstechnik und die beiden Wasserstofftanks im Heck, die den SUV bis zu 1830 Kilo schwer machen. Für den Schweizer Alltag sind aber die Fahrleistungen (0-100 km/h in 12,5 s, Spitze 160 km/h) und auch das leicht eingeschränkte Kofferraumvolumen (465-1436 Liter) absolut ausreichend. Und auch wenn man beim Starten des Fahrzeugs einen kleinen Moment Geduld braucht, bis alle Ventile sowie die Wasserstoff- und Sauerstoffzufuhr überprüft sind, gibts ausser dem Preis (siehe Interview) kaum Nachteile zum herkömmlich motorisierten ix35. Bleibt einzig noch das Problem der fehlenden, öffentlichen Wasserstoff-Tankstellen. Aber auch da will Hyundai sowie Coop und Axpo schnell Abhilfe schaffen (siehe Box).

Publiziert am 12.04.2015 | Aktualisiert am 12.04.2015

Wasserstoff ist der Energieträger der Zukunft

Hyundai führt mit dem ix35 Fuel Cell das erste in Serie gebaute Wasserstoff-Fahrzeug in der Schweiz ein. Wer soll das Auto kaufen?
Diego Battiston:
Firmen- und Privatkunden, die einen aktiven Beitrag an die Umwelt leisten wollen sowie Interesse an umweltfreundlicher Technik haben und Pioniergeist besitzen.

Mit 66'990 Franken ist der Fuel Cell 30'000 Franken teurer als ein normaler ix35. Verlangen Sie da nicht etwas gar viel Pioniergeist?
Die Einführung des ix35 Fuel Cell mit einem durchaus wettbewerbsfähigen Preis ist nicht nur für Hyundai, sondern für die gesamte Brennstoffzellentechnologie ein wichtiger Schritt. Und wir sind stolz, unsere Vorreiterposition auf diesem Gebiet zu festigen. Wir bieten Firmen- sowie Privatkunden in der Schweiz nun die Möglichkeit, sich ein Modell mit diesem fortschrittlichen und umweltfreundlichen Antrieb anzuschaffen. Zudem kann man den ix35 Fuel Cell auch leasen.

Zu welchen Konditionen?
Für 978 Franken pro Monat.

Wie viele Wasserstoff-Autos hoffen Sie zu verkaufen?
Die Verkaufszahlen sind in dieser ersten Phase nicht relevant. Es geht vielmehr um die Demonstration, dass die Brennstoffzellentechnik alltagstauglich ist und absolut kein Umdenken des Fahrers benötigt. Trotz Elektroantrieb gibts keine Reichweitenangst, da die Brennstoffzelle den Elektroantrieb mit Strom versorgt.

Derzeit löst Plug-in-Hybrid- den Elektro-Trend ab. Wird Wasserstoff einst Plug-in ablösen?
Experten sagen, dass Wasserstoff der Energieträger der Zukunft ist. Es gibt keinen vergleichbaren Alternativantrieb mit einer Reichweite von 600 km, einer Betankungszeit von drei Minuten und einer Spitze von 160 km/h. Zudem kommt nur Wasserdampf aus dem Auspuff!
Interview: Raoul Schwinnen

teilen
teilen
19 shares
2 Kommentare
Fehler
Melden
autoscout24.ch

2 Kommentare
  • john  meier 12.04.2015
    das system ist viel komplizierter als ein herkömmliches elektroauto da der wasserstoff mit elektrizität hergestellt wird und dann wieder zu strom umgewandelt wird.ein elektroauto wo mann die schon aufgeladenen akkus in paketen ersetzen kann wäre viel sinnvoller.
  • Felix  Egolf aus CHAM
    12.04.2015
    Ein vielversprechendes Konzept in einem Wagentyp der auf dem CH Markt Chancen hat. Bin gespannt auf die Reichweitentests verschiedener Fahrertypen.