Viel Geschichte zum Schnäppli-Preis?
Historisches Bauernhaus im Aargau in Hellikon AG wird versteigert

Ein historisches Bauernhaus im Dorfkern von Hellikon AG kommt unter den Hammer. Das Besondere: Die Zwangsversteigerung startet mit einem Mindestgebot von null Franken. Hinter den alten Mauern steckt viel Geschichte – und grosses Potenzial.
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Das Bauernhaus im Dorfkern von Hellikon AG stammt gemäss Schätzungsunterlagen aus dem Jahr 1840 und wird Anfang Juli versteigert.
Foto: Local Auction

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Historisches Bauernhaus in Hellikon wird ab Juli versteigert
  • Mindestgebot von null Franken sorgt für grosses Interesse
  • Schätzung: 760'000 Franken, Grundstück über 1000 Quadratmeter
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Daniel MacherRedaktor News

Ein Einfamilienhaus mit mehr als 1000 Quadratmetern Grundstück – der Traum von vielen Schweizerinnen und Schweizern. Im beschaulichen Dorf Hellikon AG bietet sich nun genau die Gelegenheit, sich diesen Eigenheim-Traum zu erfüllen: Am 3. Juli wird im Dorfkern der 850-Einwohner-Gemeinde ein historisches Bauernhaus zwangsversteigert – zum Startpreis von 0 Franken, wie zuerst die «Aargauer Zeitung» berichtet hat.

Für die Auktion ist das Betreibungsamt Region Möhlin zuständig. Gemäss dessen Schätzungsunterlagen stammt das Bauernhaus aus dem Jahr 1840 und gehört seit Generationen zum Ortsbild der Fricktaler Gemeinde. Wer bei der Versteigerung den Zuschlag erhält, kauft mehr als ein gewöhnliches Wohnhaus. Das Anwesen gilt als schützenswert und steht stellvertretend für die bäuerliche Vergangenheit des Dorfes.

Objekt mit langer Geschichte

Das Grundstück umfasst über 1000 Quadratmeter. Neben dem eigentlichen Wohnhaus gehören verschiedene Nebengebäude dazu, darunter ehemalige Stallungen und eine Scheune. Das Hausinnere widerspiegelt den historischen Charakter. Holzdecken, traditionelle Bodenbeläge und ältere Ausstattungsdetails zeugen von der langen Geschichte des Hauses. Gleichzeitig ist das Bauernhaus etwas ins Alter gekommen. Letztmals wurde es 1989 modernisiert.

Veraltet und sanierungsbedürftig

Der von den Behörden beauftragte Schätzungsexperte bewertet die Liegenschaft mit 760'000 Franken. Der künftige Besitzer muss aber anschliessend noch eine stattliche Summe in die Hand nehmen, um das Haus auf den neuesten Stand zu bringen. Gemäss Gutachten entspricht ein grosser Teil der Ausstattung nicht mehr heutigen Anforderungen. Der Allgemeinzustand der Liegenschaft wird als «unbefriedigend» bezeichnet.

Thurgauer Prachtvilla mit Reithof

Immer wieder werden interessante Immobilien zwangsversteigert. In Sirnach TG kommt im September eine noble Villa unter den Hammer – inklusive Reitcenter mit luxuriöser Ausstattung. Für die Villa, das Gestüt und das Grundstück, das mit 23'800 Quadratmetern fast so gross ist wie fünf Fussballfelder, werden insgesamt 10,3 Millionen Franken gefordert. 

Die Zwangsversteigerung erfolgt wegen unbezahlter Schulden der bisherigen Besitzer Primus (70) und Ruth Schlegel (63). Das Ehepaar erfüllte sich mit dem Pferde- und Reitsportcenter Sonnenberg vor gut zehn Jahren einen Traum. Der 2014 erbauten Anlage mangelt es an nichts: Sie verfügt über insgesamt 23 Pferdeboxen – laut Website inklusive einem Solarium für die Tiere –, eine grosszügige Reithalle, einen Aussenreitplatz, einen Longierkreis und ein separates Gebäude für die Lagerung von Heu, Einstreu und Mist.

Gebäude von Zürcher Edel-Confiserie

Mitte Februar ging das Gebäude der Traditionsconfiserie Teuscher in der Zürcher Altstadt in neue Hände über. Und das ebenfalls im Rahmen einer Versteigerung: Die historische sechsstöckige Immobilie an der Storchengasse 9 kam wegen eines wüsten Streits zwischen Schoggi-König Adolf Teuscher junior (86) und seinem Neffen Raphael Rubio (53) unter den Hammer.

Das Gebäude kaufte die Schweizer Immobilienunternehmerin Eva Maria Bucher-Haefner (69). Die Erbin des Amag-Imperiums hat dafür 12 Millionen Franken bezahlt.

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