Fast 26 Milliarden Dollar Umsatz
Novartis kann im ersten Halbjahr zulegen

Novartis hat im ersten Halbjahr 2018 erfolgreich geschäftet. Das Basler Unternehmen erwirtschaftete einen Umsatz von fast 26 Milliarden Dollar. An der Börse kommen die Zahlen gut an.
Publiziert: 18.07.2018 um 07:04 Uhr
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Aktualisiert: 14.09.2018 um 22:14 Uhr
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Novartis-CEO Vas Narasimhan kann heute das Halbjahresergebnis verkünden.

Der Pharmakonzern Novartis hat in der ersten Jahreshälfte 25,9 Milliarden Dollar umgesetzt, 23,8 Milliarden Dollar waren es im Vorjahreshalbjahr. Die Steigerung beträgt 7 Prozent.

Hierzu trug die grösste Sparte Innovative Medicines mit Erlösen in Höhe von 8,9 Milliarden (+10 Prozent in US-Dollar) bei. Deutlich zugelegt haben hier nicht zuletzt die beiden Hoffnungsträger Cosentyx gegen Schuppenflechte und das Herzmittel Entresto.

Verkauf stützt Gewinn

Unter dem Strich blieben dem Unternehmen 6 Milliarden Dollar, im Vorjahreshalbjahr waren es 5,6 Milliarden Dollar.

Dabei profitierte Novartis vom ausserordentlichen Erfolg aus dem Verkauf des Joint Ventures mit nichtrezeptpflichtigen Medikamenten am GSK auf 7,8 Milliarden, wie die Gesellschaft am Mittwoch in einer Mitteilung schreibt.

Novartis ist am Mittwochmorgen der klare Spitzenreiter im Leitindex SMI, der 0,8 Prozent kletterte. Gegen 9.20 Uhr weisen die Novartis-Titel ein Plus von 2,8 Prozent auf 80,40 Franken. Analysten und Investoren reagieren deutlich erleichtert auf das solide Abschneiden des Pharmakonzerns im zweiten Quartal. Auch der Ausblick stimmt zuversichtlich.

Plus bei Alcon

Die Augensparte Alcon hat ihre Erholung weiter fortgesetzt und den Umsatz um 7 Prozent auf 1,8 Milliarden Dollar gesteigert. In puncto Profitabilität erzielte die Sparte ein um 16 Prozent höheres operatives Kernergebnis von 338 Millionen Dollar. 

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Ende Juni machte Novartis den Spekulationen um Alcon ein Ende. Der Pharmakonzern will das Geschäft abspalten und an die Börse bringen.

Die Basler hatten das lange kriselnden Geschäft bereits im vergangenen Jahr auf den Prüfstand gestellt. Die strategische Überprüfung habe ergeben, dass eine komplette Abspaltung von Alcon als separat gehandeltes Unternehmen im besten Sinne der Aktionäre sei, vermeldete Novartis dann am 29. Juni.

Kein Wachstum für Sandoz

Bei der Generikasparte Sandoz macht sich weiterhin der Preisdruck in den USA bemerkbar. Den Umsatz beziffert Novartis auf 2,5 Milliarden - unverändert gegenüber dem Vorjahr. Hier senkt der Konzern die Umsatzprognose auf einen Rückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich.

Mit Blick auf die Generikasparte betont CEO Vas Narasimhan (42) an der Telefonkonferenz, dass man auch weiterhin mögliche Optionen prüfe. Dies treffe vor allem auf das US-Geschäft zu. Wie genau diese aussehen, sagte Narasimhan allerdings nicht.

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Optimistischer CEO

Mit den vorgelegten Zahlen hat Novartis die durchschnittlichen Schätzungen der von AWP befragten Analysten überwiegend leicht übertroffen.

Beim Ausblick bestätigt der Konzern die Ziele für die Gruppe. So wird auf Gruppenebene zu konstanten Wechselkursen weiter ein Umsatzwachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich erwartet. Das operative Kernergebnis soll 2018 um einen mittleren bis hohen einstelligen Prozentsatz steigen.

«Es ist aus heutiger Sicht gut möglich, dass wir das Jahr 2018 am oberen Ende unsere Zielbandbreite abschliessen», erklärt denn auch Narasimhan am Mittwoch während der Telefonkonferenz.

Cohen-Affäre sorgt für Turbulenzen

Diesen Frühling sorgte Novartis auch für Negativ-Schlagzeilen. Im Mai wurde bekannt, dass das Basler Pharma-Unternehmen mit dem Anwalt des US-Präsidenten Michael Cohen einen Beratervertrag über 1,2 Millionen Dollar abgeschlossen hatte. Kurz nach Abschluss des Vertrags wurde die Beziehung mit Cohen aber wieder aufgelöst. In der Folge übernahm der frühere Novartis-CEO Joe Jimenez die Verantwortung für den Deal. (jfr/SDA)

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