Das vergangene Jahr war für Schweizer Touristiker und Hoteliers ziemlich ernüchternd. In sieben Monaten gingen die Logiernächte zurück. Hoteliers wurden nur dank der asiatischen Gäste über den trockenen Winter gerettet.
Nun gibt die Konjunkturforschungsstelle (KOF) Entwarnung: Es gehe wieder bergauf. In der noch laufenden Sommersaison befinde man sich im Aufwind, die Anzahl der Übernachtungen werde um 4,7 Prozent steigen. Die höchsten Zuwachsraten verzeichnen die Tourismusregionen Bern und Wallis. Das schreibt die KOF in seiner heute vorgestellten Studie «Prognose für den Schweizer Tourismus».
Bei Durchschnittsschnee mehr Logiernächte
Auch für die anstehende Wintersaison ist die KOF optimistisch. «Unterstellt man für diesen Winter durchschnittliche Niederschlagsmengen, sollte das Wachstum der Logiernachtzahlen in der kommenden Wintersaison positiver ausfallen (plus 3,6 Prozent).»
Dies vor allem, weil sich die ausländische Nachfrage vom Frankenschock erholt. Da der Franken abwertet (siehe unten) und sich der Euro-Raum wirtschaftlich erholt, glaubt die KOF, es sei für den kommenden Winter «erstmals wieder mit steigenden Logiernachtzahlen bei den Gästen aus Deutschland, Frankreich und Italien zu rechnen».
Auch wieder mehr Schweizer erwartet
Kämen wieder mehr Deutsche, würde der einst wichtigste Markt ennet der Grenze wiederbelebt. Nach wie vor sind aber die Schweizer selbst die wichtigsten Gäste im eigenen Land. Fast jede zweite Übernachtung in einem Schweizer Hotel wird von einem Schweizer bezahlt. Die KOF rechnet hier mit einem Plus von 2,8 Prozent an Logiernächten.
Weiterhin stehen chinesische Gäste im Fokus. Das Reich der Mitte werde zu einem «immer wichtigeren Tourismusmarkt». Allerdings bleibt die KOF hier vorsichtig: «In China bleibt das Risiko einer deutlichen wirtschaftlichen Abkühlung», heisst es in der Studie.
Insgesamt schaut die KOF optimistisch in die Zukunft. Auch in den kommenden beiden Jahren zeigten die Aussichten für den Schweizer Tourismus wieder «klar nach oben».
Schlecht für Einkaufstouristen, gut für Schweizer Exporteure: Der Schweizer Franken schwächelt. Seit der Aufhebung des Mindestkurses musste man noch nie so viel für einen Euro hinlegen – nämlich 1.17 Franken. Diese magische Marke wurde gestern erstmals seit 2015 zwischenzeitlich überschritten. Auch heute nähert sich der Euro-Franken-Kurs wieder der 1.17-Hürde. Seit diesem Juli war der Kurs stetig gestiegen.
Schlecht für Einkaufstouristen, gut für Schweizer Exporteure: Der Schweizer Franken schwächelt. Seit der Aufhebung des Mindestkurses musste man noch nie so viel für einen Euro hinlegen – nämlich 1.17 Franken. Diese magische Marke wurde gestern erstmals seit 2015 zwischenzeitlich überschritten. Auch heute nähert sich der Euro-Franken-Kurs wieder der 1.17-Hürde. Seit diesem Juli war der Kurs stetig gestiegen.