Beendet
Slalom
Adelboden
Adelboden

1.
Manuel Feller
Manuel Feller
1:52.62
2.
Atle Lie McGrath
Atle Lie McGrath
+0.02
3.
Dominik Raschner
Dominik Raschner
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«Dann fährst du weniger gut»: Das geniesst Luca Aerni in Adelboden erst nach dem Rennen(02:23)

Schweizer wird Fünfter
Rochat bei Feller-Sieg in Adelboden mit Top-Leistung

Manuel Feller triumphiert zum ersten Mal in seiner Karriere im Slalom von Adelboden. Die Schweizer Slalom-Cracks verpassen zwar das Podest, Marc Rochat sorgt dennoch für einen Glanzpunkt.
Publiziert: 07.01.2024 um 14:42 Uhr
|
Aktualisiert: 07.01.2024 um 17:24 Uhr
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Das Slalom-Podest in Adelboden (v.l.): McGrath, Feller und Raschner.

Das Podest

1. Manuel Feller (Ö)
2. Atle Lie McGrath (No)
3. Dominik Raschner (Ö)

Das Rennen

Von Rang fünf auf die eins – Manuel Feller triumphiert am Chuenisbärgli dank eines starken zweiten Laufs, in dem er viel riskiert, vor Atle Lie McGrath, der schon im Vorjahr Zweiter wurde. Für Feller ist es der erste Sieg in Adelboden, vor zwei Jahren verpasste er den Triumph als Zweiter knapp. Dritter wird Fellers Landsmann Dominik Raschner, der es bis dato noch nie in die ersten 10 geschafft hat.

Alexander Steen Olsen aus Norwegen, der nach dem ersten Lauf in Führung gelegen hat, scheidet im Entscheidungs-Durchgang nach wenigen Sekunden aus und sorgt so für den Ösi-Triumph. 

Aus Schweizer Sicht brilliert Marc Rochat mit dem fünften Rang. Der Mann, der in dieser Saison immer besser in Fahrt kommt und zum dritten Mal in die Punkte fährt, haut im zweiten Run alles raus und klassiert sich als bester Schweizer auf Position fünf. 21 Hundertstel hinter Rang drei. 

Die Schweizer

5. Marc Rochat
8. Luca Aerni
10. Daniel Yule
12. Loïc Meillard
14. Ramon Zenhäusern
DNF (2. Lauf) Tanguy Nef
DNF (1. Lauf) – Sandro Simonet
DNF (1. Lauf) – Matthias Iten

Wie Marc Rochat schielen nach dem 1. Lauf auch Ramon Zenhäusern (8.) und Daniel Yule (11.) aufs Podest, doch im zweiten Durchgang unterlaufen den beiden Schweizern Fehler, die sie nach hinten spült. Zenhäusern verbremst den Zielhang und Yule lässt überall etwas zu viel Zeit liegen

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Genau anders läufts Loïc Meillard, der zuletzt zweimal viel Pech hatte. Im Gegensatz zum ersten begeht er im zweiten Lauf keinen Fehler mehr und holt sich überlegen die zwischenzeitliche Bestzeit. Er arbeitet sich so von Platz 21 in die Top 15 hervor. Und auch Luca Aerni (nach dem ersten Lauf 15.) macht mit seiner angriffigen Fahrt nochmals Boden gut und wird Achter.

Sandro Simonet und Debütant Matthias Iten scheiden beide im ersten Lauf aus. Das gleiche Schicksal widerfährt Tanguy Nef im Entscheidungsdurchgang. Wie im letzten Jahr fädelt er auch heuer wieder ein und bringt sein Rennen nichts ins Ziel.

Die Stimmen

Marc Rochat, der sichtlich zufrieden ist, freut sich über die Klassierung als bester Schweizer, sagt im SRF-Interview mit einem Augenzwinkern aber auch: «Der Tag könnte noch besser sein mit einem Podest!» Trotzdem wird eine «kleine Party» stattfinden. Rochat: «Jetzt gibts eine Feier. Ein kleines Bier oder auch zwei liegen drin.» 

Manuel Feller: «Die jungen Norweger (Steen Olsen und McGrath) haben im ersten Lauf nicht zurückgezogen, da wusste ich, dass ich voll angreifen muss.» Das Erfolgsrezept von Feller für seinen ersten Triumph am Chuenisbärgli? «In der Vergangenheit hab ich immer mehr Riesenslalom trainiert und dann ging mir etwas der Saft aus. Dieses Mal hab ich fast kein Riesenslalom trainiert.»

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Das gab zu reden

Matthias Iten (24) hätte in Val d'Isère sein erstes Rennen im Weltcup bestreiten sollen, doch der Slalom wurde abgesagt. So kommts in Adelboden zur Feuertaufe für den 25-Jährigen. Einen besseren Ort hätte es kaum geben können. Nur das Resultat fällt nicht wie gewünscht aus. Iten riskiert zu viel im ersten Lauf und scheidet aus. 

Das gab zu reden II

Lucas Braathen fiebert zu Hause mit. Im letzten Jahr siegte der Norweger am Chuenisbärgli vor Landsmann Atle Lie McGrath. Der Vorjahressieg versetzt den mittlerweile zurückgetretenen Braathen in Nostalgie – auf Instagram postet er mehrere Bilder, die seinen Triumph am Chuenisbärgli zeigen.

Die Bedigungen

Im ersten Durchgang ists neblig wie schon am Samstag, am Nachmittag erhellt sich der Himmel etwas und es herrscht bessere Sicht. Die Unterlage ist astrein.

So gehts weiter

Der Ski-Tross verschiebt sich nach Wengen, wo am Donnerstag die erste von zwei Abfahrten (Ersatz für Beaver Creek) stattfindet. Am Freitag gehts mit dem Super-G weiter, am Samstag mit der Originalabfahrt und am Sonntag mit dem Slalom. Alle Rennen gibts wie immer im Blick-Liveticker. (par)

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