«Froh, dass es nicht ganz so schlimm ist»
Mélanie hält die Meillard-Flagge hoch

Mélanie Meillard ist in Gedanken bei ihrem verletzten Bruder Loïc. Nervöser als sonst ist das Riesen-Talent aber nicht.
Publiziert: 20.12.2016 um 00:00 Uhr
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Aktualisiert: 05.10.2018 um 19:08 Uhr
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«Ich wusste natürlich schon lange, dass Loïc Schmerzen hat. Trotzdem ist es schade, dass er eine Pause einlegen muss.» Mélanie Meillard
Mathias Germann

Die Nachricht trifft die Ski-Nation Schweiz am Nerv: Loïc Meillard (20) muss unters Messer! Für seine zwei Jahre jüngere Schwester Mélanie (18) keine Überraschung: «Ich wusste natürlich schon lange, dass er Schmerzen hat. Trotzdem ist es schade, dass er eine Pause einlegen muss.»

Dass Loïc am Tag des Riesenslaloms von Courchevel operiert wird, lenkt Mélanie aber nicht ab. Die Walliserin mit Neuenburger Wurzeln weiss, dass ihr Bruder in besten Händen ist. «Und ich bin natürlich froh, dass es keine ganz so schlimme Verletzung ist.»

Der Kopf von Mélanie ist also weiterhin frei. Generell gilt bei ihr aber sowieso: Druck spürt sie selten. «Das ist natürlich bei einer jungen Fahrerin eine günstige Voraussetzung», sagt Frauen-Cheftrainer Hans Flatscher. Aber ist Meillard wirklich nie nervös? Sie gibt zu: «Doch. Aber das ist nicht schlimm, denn wenn es losgeht, kippt der Schalter. Dann habe ich einfach Spass!»

Und sollte Mélanie doch einmal nicht mehr weiter wissen, kann sie Teamleader Lara Gut um Rat bitten. Die Tessinerin bestätigt: «Ich helfe gerne. Aber jede muss letztlich ihren Weg gehen. Es ist auch wichtig, dass Mélanie ihre eigenen Erfahrungen macht.» Das ist aktuell der Fall: Mélanie muss die Meillard-Fahne in den nächsten Wochen alleine hochhalten!

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