Der ganze Deal platzt
Töff-Star Aegerter steht vor einem Scherbenhaufen!

Schöne Bescherung für Dominique Aegerter (27). Kurz vor Weihnachten ist die Saison 2018 plötzlich wieder in Gefahr. Wegen fehlendem Russen-Geld zieht sich KTM zurück.
Publiziert: 20.12.2017 um 16:49 Uhr
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Aktualisiert: 12.09.2018 um 13:20 Uhr
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Dominique Aegerter hat wieder Ärger am Hals. Der Deal mit seinem neuen Arbeitgeber David Pickworth droht zu platzen.
Stefan Meier und Matthias Dubach

Schlechte Nachrichten für Dominique Aegerter. Der Team-Verkauf seines Arbeitgebers Kiefer Racing ist geplatzt, weil Investor David Pickworth die vereinbarten Zahlungen nicht leistet.

Eigentlich wollte Aegerter mit Manager Robert Siegrist am Donnerstag nach Wien fliegen, um den Vertrag mit dem vermeintlich neuen Team-Besitzer David Pickworth zu unterzeichnen. Flug und Hotelzimmer waren bereits gebucht.

Doch es kommt nicht zum Termin! Alles ist abgesagt, der Deal kommt nicht zustande. Töff-Lieferant KTM hat den Vertrag mit dem Investmentbanker zurückgezogen, da die vereinbarten Zahlungen über 300'000 Euro bis Ende letzter Woche nicht getätigt wurden. Ob das an Pickworth selbst liegt oder an seinen russischen Investoren im Hintergrund, ist offen.

Aegerter, der mitten in einem Militär-WK steckt, steht nun vor einem Scherbenhaufen. Der ganze Deal mit dem neuen Team-Besitzer hängt am KTM-Vertrag. Der 27-Jährige hat also zwar ein Team für 2018, doch das hat Stand jetzt weder einen Vertrag mit einem Töff-Lieferanten noch Geld für die kommende Saison, die am 18. März in Katar beginnt. Vom 6. bis 8. Februar gehen aber bereits die ersten offiziellen Testfahrten über die Bühne.

Dass der Deal mit Pickworth noch irgendwie zu retten ist, ist nicht anzunehmen. Der in Wien wohnhafte Brite hofft, dass sich die Situation auf wundersame Weise noch vor Weihnachten klärt. Dazu äussern will er sich momentan nicht.

Wahrscheinlicher ist, dass nun doch Plan B zum Einsatz kommt. Zusammen mit seinem Manager Dr. Robert Siegrist hatte Aegerter die Finanzierung eigentlich sichergestellt mit Geld von Sponsoren, Gönnern und mit Lohn-Verzicht. Aegerter und Siegrist haben offenbar Signale von KTM, dass die Österreicher für diesen Fall mit an Bord wären. Ansonsten könnte Aegerter wohl wie 2017 auf den unterlegenen Suter-Maschinen fahren.

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