Maisonnial nach Jahrzehnt-Flop bedient
In St. Gallen steht Fickentscher im Sion-Tor!

«Das verdaut man nicht so schnell», sagt Sion-Boss Constantin über den Mega-Bock von Goalie Anthony Maisonnial. Gegen St. Gallen kommts zum Goalie-Wechsel im Sion-Tor.
Publiziert: 29.07.2018 um 11:30 Uhr
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Aktualisiert: 14.09.2018 um 18:10 Uhr
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Spielt Maisonnial nach seinem Riesen-Bock gegen St. Gallen?
Matthias Dubach und Alain Kunz

Da wünscht sich jeder Sion-Fan den seit November verletzten Stammgoalie Anton Mitrjuschkin (22) zurück! Es sind letzten Sonntag erst vier Minuten gespielt, als Lugano ein Wahnsinnstor erzielt. Ein Befreiungsschlag aus 82,5 Metern von Dragan Mihajlovic setzt einmal auf und geht tatsächlich über den verdutzten Sion-Keeper Anthony Maisonnial (20) ins Tor.

Die Zuschauer trauen ihren Augen nicht: Ist das wirklich der neue französische Junioren-Nationalgoalie, der aus St-Etienne geholt wurde? Ein Slapstick-Tor für die Geschichtsbücher, das prompt zum Sion-Fehlstart führt (1:2). Ein Jahrzehnt-Flop, der nun vor dem Spiel in St. Gallen in eine grosse Frage mündet: Spielt Maisonnial nach diesem Bock wieder?

Trainer Maurizio Jacobacci lässt sich nicht in die Karten blicken. Der Coach will sich erst kurzfristig zwischen Maisonnial und Kevin Fickentscher (30) entscheiden. Sion-Boss Christian Constantin war selber Goalie in der NLA. Aber CC hat seinen neuen Goalie nach dem Mega-Flop nicht ins Büro zitiert. «Ich habe mit Maisonnial nicht gesprochen. Das ist Sache des Trainers. Ebenso war es seine Entscheidung, ihn ins Tor zu stellen. Und er alleine muss auch entscheiden, wer in St. Gallen spielt», sagt CC.

«Das 1:2 gegen Lugano war für uns schon ein herber Schlag – für Maisonnial aber ein noch viel grösserer. Als ehemaliger Goalie weiss ich: Danach willst du ein Loch graben und dich darin vergraben. Wie lange? Keine Ahnung. Aber das haut einen schon um, das verdaut man nicht so schnell.» Auch Ex-Nati-Goalie Pascal Zuberbühler sagt: «Daran kann ein Goalie zerbrechen.»

Maisonnial muss sich gegen Lugano zweimal geschlagen geben.

Mit Kevin Fickentscher, der seit Mitrjuschkins Verletzung im Sion-Tor stand und ein entscheidender Faktor beim Ligaerhalt war, hat Jacobacci einen Routinier zur Hand, auf den er sich im Normalfall verlassen kann. Constantin: «Kevin hatte sich am Meniskus operieren lassen müssen und war am letzten Wochenende erst eine Woche wieder im Teamtraining. Ohne diese Verletzung hätte er wohl gespielt.»

Sprich: Nun hat Fickentscher eine weitere Trainingswoche auf dem Buckel. Er ist für das St.-Gallen-Spiel bereit. Maisonnial muss nach seinem Lugano-Bock wohl auf die Bank!

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Am Sonntag um 15 Uhr ist klar: Jacobacci setzt neu auf Fickentscher. Maisonnial sitzt im kybunpark nur auf der Bank.

Credit Suisse Super League 24/25
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Basel
FC Basel
0
0
0
1
FC Lugano
FC Lugano
0
0
0
1
FC Luzern
FC Luzern
0
0
0
1
FC Sion
FC Sion
0
0
0
1
FC St. Gallen
FC St. Gallen
0
0
0
1
FC Winterthur
FC Winterthur
0
0
0
1
FC Zürich
FC Zürich
0
0
0
1
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
0
0
0
1
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
0
0
0
1
Servette FC
Servette FC
0
0
0
1
BSC Young Boys
BSC Young Boys
0
0
0
1
Yverdon Sport FC
Yverdon Sport FC
0
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