Nur noch vier Schweizer in der Super League
Verband wettert wegen ausländischen Trainern

Nur noch vier von zehn Coaches in der Super League sind Schweizer. Das passt nicht allen!
Publiziert: 17.09.2015 um 09:20 Uhr
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Aktualisiert: 28.09.2018 um 19:39 Uhr
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Nicht glücklich über die Trainer-Wahl ist Yves Débonnaire, der beim SFV für die Trainerausbildung verantwortlich ist.
Von Max Kern

Ist einheimisches Trainer-Schaffen nichts mehr wert?

Ungeachtet der Masseneinwanderungs-Initiative erlebt die Super League in den letzten Wochen eine Trainer-Schwemme aus dem Ausland. 3 von 7 Trainern mit Schweizer Pass verloren seit Saisonbeginn ihren Job an einen Nicht-Schweizer.

Seit gestern ersetzt der Deutsche Josef Zinnbauer beim FC St. Gallen Jeff Saibene – der Luxemburger besitzt auch den Schweizer Pass. Anfang Saison hat es beim FC Zürich den Stadtzürcher Urs Meier erwischt, auf der FCZ-Bank sitzt neu der Finne Sami Hyypiä. Und bei YB folgte auf den Zürcher Unterländer Uli Forte der Österreicher Adolf Hütter.

Bereits mit Ausländern in die Saison gestartet sind Sion mit dem Franzosen Didier Tholot, Luzern mit dem Deutschen Markus Babbel und Lugano mit dem tschechisch-italienischen Doppelbürger Zdenek Zeman.

Im Klartext: Seit gestern sind in der höchsten Schweizer Spielklasse nur noch 4 von 10 Ausbildnern Schweizer. Das passt nicht allen!

Yves Débonnaire, beim SFV verantwortlich für die Trainerausbildung, sagt: «Es bringt nichts zu weinen. Zinnbauer ist beim HSV kläglich gescheitert, er bekommt hier einen Job. Hyypiä ist bei Brighton nach sechs Monaten entlassen worden, hier wird er engagiert.»

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Das Schweizer Fähnchen aufrecht halten Urs Fischer bei Leader FC Basel, Pierluigi Tami bei Verfolger GC. Und Giorgio Contini (Vaduz) und Ciri Sforza (Thun) in der unteren Tabellenhälfte.

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