BLICK präsentiert vier Varianten für eine neue Super League
So wird unsere Liga attraktiver!

Neuer Modus? Geschlossene Liga? Oder ein Kräftemessen mit Österreich? BLICK nennt vier Varianten, wie die Super League wieder spannender werden könnte.
Publiziert: 30.05.2017 um 10:00 Uhr
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Aktualisiert: 12.10.2018 um 15:49 Uhr
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Acht FCB-Meistertitel in Folge. Es braucht wieder Spannung in der Super League!
BLICK-Fussballredaktion

Seien wir ehrlich: Die Super League ist derzeit so prickelnd wie ein Glas Wasser ohne Kohlensäure, der FCB steht schon seit Wochen als Meister fest, der Abstiegskampf ist entschieden, die Zuschauerzahlen sinken, wer die Wahl zwischen einem Super-League-Match und einem Theaterbesuch hat, geht ins Schauspielhaus.

Was tun, damit die Liga wieder spannender wird? BLICK nennt vier Varianten, die mehr oder weniger realistisch sind. Diskutieren Sie mit!

1. Zurück zum Strich

Die Rückkehr des Strichs und eine Aufstockung der Liga gilt bei der Mehrheit der 20 stimmberechtigten Klubs der Swiss Football League (SFL) als Favorit! 12 oder mehrere Teams messen sich in Hin- und Rückspielen, dann wird die Liga in zwei gleich grosse Gruppen geteilt, die Punkte werden ebenfalls halbiert. Die Teams in der Meisterrunde treten je zweimal gegeneinander an, wer am Ende oben steht, ist Meister. Die Mannschaften in der Verliererrunde treten ebenfalls in Hin- und Rückspielen gegeneinander an, der Letzte steigt ab. Um den Teams, die in der ersten Saisonhälfte unter den Strich rutschen, ein Motivations-Zückerchen zu geben, hat der Beste noch die Möglichkeit, sich für Europa zu qualifizieren. Die Österreicher werden einen solchen Modus in der kommenden Saison einführen, auch Belgien, Dänemark und andere Länder setzen auf ähnliche Modi.

2. Playoff-Modus

Klar, K.o.-Spiele haben einen ganz besonderen Reiz. Der internationale Fussball und der Schweizer Cup lassen grüssen. Ob in der Super League ein Playoff-Modus wie im Eishockey aber sinnvoll ist? Die US-amerikanische MLS ist die einzige grosse Liga auf diesem Planeten, die diesen Modus hat. Aber dort sprechen sie auch von Soccer und nicht von Fussball. In der zweithöchsten englischen Liga, der Championship, gibts gegen Ende der Saison einen Playoff-Modus, vier Mannschaften spielen den drittten Aufsteiger im K.o.-Modus aus.

3. Geschlossene Liga

Aus der Challenge League hätten mit dem FCZ, Xamax, Servette, Aarau, Winterthur und Schaffhausen sechs Mannschaften das Potenzial in der höchsten Schweizer Spielklasse zu spielen. Warum nicht eine 16-er-Liga einführen und diese schliessen? In den USA ist dies seit Jahren der Fall, nur wer die wirtschaftlichen und infrastrukturellen Rahmenbedingungen erfüllt, darf in der MLS mitmachen. Auch in der Schweiz müssen die Klubs schon heute happige Anforderungen erfüllen, um überhaupt in der Super League spielen zu dürfen.

4. Alpen-Liga

Basel gegen Rapid? GC gegen Austria? Zürich gegen Red Bull Salzburg? Eine Alpenliga mit Österreich hätte auf den ersten Blick seinen Reiz. Noch-FCB-Stürmer Marc Janko findet die Idee super, die Rivalität zwischen den beiden Alpen-Republiken ist legendär. Das Problem: Bei einer Zusammenlegung der Liga verliert sowohl die Schweiz als auch Österreich im internationalen Vergleich. Statt wie jetzt – 10 Europacup-Plätze – ständen nur noch die Hälfte zur Verfügung, eine Alpenliga ist deshalb unrealistisch.

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Realistischer ist, dass die SFL-Klubs es ihren österreichischen Kollegen gleichtun und sich für eine 12er-Liga und der Einführung des Strichs entscheiden. Dafür braucht es bei der Generalversammlung im Herbst 2017 eine Zweidrittelmehrheit der 20 Vereine.

Oder bleibt doch alles beim Alten? Als die Klubs der SFL 2008 über eine Modi-Änderung diskutierten, entschieden sie sich am Ende doch für  das Altbewährte, die 10er-Liga.

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