YB fehlt die halbe Mannschaft gegen Gladbach
Hätte man noch jemanden holen müssen, Herr Hütter?

Vor dem Spiel des Jahres plagen YB-Coach Adi Hütter massive Personalprobleme. Die Mannschaft, die er gegen Gladbach aufs Feld schickt, soll dennoch «ordentlich» sein.
Publiziert: 15.08.2016 um 15:01 Uhr
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Aktualisiert: 11.09.2018 um 05:03 Uhr
«Bonus-Spiele für uns»: Das sagt YB-Trainer Hütter vor dem Gladbach-Kracher
Alain Kunz

Es geht um die Champions League. «Um den Traum eines jeden Fussballers», wie es Verteidiger Alain Rochat formuliert. Um 20 Millionen Franken oder mehr. Um europäisches Prestige. Um viele Punkte fürs Uefa-Ranking. Kurz: Um enorm viel. Doch ausgerechnet jetzt fallen bei YB die Spieler gleich reihenweise aus.

Benito. Gerndt und Sanogo, drei Stammkräfte, fehlen seit längerem. Hadergjonaj ist an Ingolstadt verkauft worden. Sein Ersatz Joss hat sich ebenso verletzt wie Steve von Bergen. Auch der Captain dürfte fehlen. Unter dem Strich: eine halbe Mannschaft.

Hat es YB da nicht verpasst in Anbetracht des riesigen Jackpots, der auf die Berner warten könnte, etwas proaktiver zu agieren und den einen oder anderen Transfer zu machen? «In die Saison gestartet sind wir mit Doppelbesetzungen auf allen Positionen, teils gar dreifach», sagt Trainer Adi Hütter.

«Jetzt hatten wir Pech mit Verletzungen. Ob es allerdings Sinn gemacht hätte, einen Panik-Transfer zu tätigen, weiss ich nicht. Bevor wir jemanden holen, der nicht hundertprozentig und sofort helfen kann, macht ein Transfer keinen Sinn. Zumal die verletzten Spieler in absehbarer Zeit wieder fit sind. Wir verlassen uns auf die, die da sind. Ich werde immer noch eine ordentliche Mannschaft auf die Beine stellen können.»

Ordentlich – ob das reicht gegen den letztjährigen Vierten der Bundesliga? Hütter stuft die Borussia als sehr stark und natürlich als Favoriten ein: «Wir haben gegen Gladbach beim 3:3 im Uhrencup gespielt. Das war allerdings ein Testspiel. Jetzt ist Ernstkampf. Zuletzt haben wir Gladbach beim 0:0 gegen Lazio Rom beobachtet. Eine spielstarke Mannschaft, die Dreierkette spielt, mit Kramer über eine zentrale Figur und mit Raffael, Hazard und Hahn über drei torgefährliche Stürmer verfügt.»

Für den Knüller gegen den deutschen Traditionsklub sind aktuell noch 2200 Tickets an den lokalen Vorverkaufsstellen verfügbar. Man geht in Bern aber davon aus, dass das Stade de Suisse ausverkauft sein wird.

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