Sauber-Schrott statt WM-Punkte
«Leclerc wäre Sechster geworden!»

Ein loses Rad und ein Abflug verhindern in Silverstone Sauber-Punkte. Stattdessen gibts nur Schrott und eine Busse.
Publiziert: 09.07.2018 um 08:52 Uhr
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Aktualisiert: 14.09.2018 um 16:10 Uhr
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Roger Benoit und Mike Hammer

Sie zogen aus, um in England Toro Rosso-Honda vom 8. WM-Platz zu verdrängen. Jetzt kehrt Alfa Sauber mit leeren Händen, einer 5000-Euro-Busse und viel Schrott nach Hinwil zurück. Ein Rennen zum Vergessen. Mitten im zu Recht bejubelten Vormarsch ins breite Mittelfeld.

Was für eine Kehrtwendung des Schicksals. Vor acht Tagen starteten beide Sauber in Österreich von den schlechtesten Positionen des Jahres. Doch Leclerc (9.) und Ericsson (10.) holten beide WM-Punkte – erstmals seit China 2015.

In Silverstone lagen die WM-Punkte gestern griffbereit. Leclerc zeigte einmal mehr eine souveräne Leistung, fuhr problemlos hinter  der Spitze mit, hätte viele Punkte geholt. Doch dann der einzige Reifenstopp in der 19. Runde. Und wieder superschnell – 2,3 Sekunden. Kaum war der Monegasse weg, kam der Boxenfunk: «Stop the car!»

Die Radmutter hatte sich in das Gewinde der Radnabe gefressen. Der Mechaniker hatte das Gefühl, das Rad rechts hinten sei fest. Als er den Schlagschrauber absetzte, sah er, dass das Rad wackelt. Zu spät!

Hätte Leclerc nicht sofort angehalten, wäre die Strafe höher als die 5000 Euro für gefährliches Wegfahren ausgefallen! Für Ericsson (inzwischen auf Platz 11) endete der GP nach 31 Runden. Der Schwede flog in der ersten Kurve (Abbey) mit 290 km/h raus, weil das DRS offen war. Da kann man den Heckflügel, sollte man nur innert einer Sekunde hinter dem Vordermann liegen, zum Überholen aufklappen.

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Der Sieg beim GP von Grossbritannien geht an Vettel – der Ferrari-Pilot triumphiert in Silverstone.

In Abbey macht das normal keiner. Ericsson vergass wohl den Knopf zu drücken. Fazit: böser Einschlag, Schrott. Teammanager Zehnder zu BLICK: «Leclerc wäre Sechster geworden. Wir hatten Hülkenberg mit seinen harten Reifen noch gekriegt. Dann wären wir an Toro Rosso vorbei gewesen!»

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Glück für Sauber: Gasly (10.) verlor den WM-Punkt lange nach dem GP – er bekam fünf Sekunden für das Foul an Pérez.

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