Crash hat ein Nachspiel
Button für Wehrlein-Abschuss bestraft

Jenson Button schiesst beim GP Monaco Sauber-Wehrlein in die Leitplanke. Dafür wird er bestraft.
Publiziert: 28.05.2017 um 17:58 Uhr
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Aktualisiert: 28.09.2018 um 23:43 Uhr
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Roger Benoit

Es passiert nach 61 Runden. Button und Wehrlein wurden von Vettel gerade überrundet, als der Brite versucht am Sauber-Piloten vorbeizukommen.

Das Manöver geht schief. Wehrlein landet in der Leitplanke, kann nicht mal aus dem Auto aussteigen. Ist er okay? Wehrlein: «Es würde mir besser gehen, könnte ich aussteigen.»

Der Deutsche beendet das Rennen vorzeitig. Schuld ist er am Crash – Button und Wehrlein duellierten sich um den letzten Platz – aber nicht. Dafür Button. Der kriegt drei Startplätze für den nächsten GP aufgebrummt, den er fährt.

Zur Erinnerung. Button fuhr den GP Monaco im McLaren-Honda für Alonso, der heute Abend im Indy500 fährt. Der Spanier muss somit für den Bock, den sein britischer Stellvertreter schiesst, nicht büssen.

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Die Stimmen:

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Marcus Ericsson: «Wir haben ein sehr hartes Renn-Wochenende hinter uns – vom Beginn bis zum Ende. Ungeachtet der mangelnden Performance, die wir in den Trainings und im Qualifying hatten, konnte ich im Rennen ordentliche Rundenzeiten fahren. Unglücklicherweise überhitzten dann hinter dem Safety-Car die Bremsen. Als ich versuchte, die Brems-Temperatur zu reduzieren, musste ich gleichzeitig darauf achten, die Reifen auf einer gewissen Temperatur zu halten. Diese Kombination aus überhitzten Bremsen und niedrigen Reifen-Temperaturen machte mir derart zu schaffen, dass ich das Auto nicht mehr stoppen konnte und gegen die Streckenbegrenzung prallte.»

Pascal Wehrlein: «Ich bin soweit okay nach diesem Unfall. Ich konnte aus dem Auto selber aussteigen und musste dann zur üblichen ärztlichen Untersuchung. Weil ich mit dem Kopf gegen die Bande angekommen bin, werden die nächsten Tage entscheiden, ob ich noch einmal zu einem medizinischen Check muss – auch wegen meiner vorherigen Brustwirbel-Verletzung. Das Ganze ist ziemlich ärgerlich, weil es aus einem unnötigen Überholmanöver resultierte – noch dazu waren Jenson und ich mit einer ähnlichen Strategie unterwegs, beide mit dem Reifenwechsel in der ersten Runde, weit weg von Punkten. Ein ärgerlicher Vorfall, der nicht hätte sein müssen.»

Monisha Kaltenborn: «Ein sehr enttäuschendes Wochenende. Wir hatten seit den freien Trainings Schwierigkeiten die Reifen zum Arbeiten zu bringen und konnten dies technisch nicht lösen. Wenn das Renntempo nicht da ist, hilft auch keine Strategie. Nichtsdestotrotz sind wir froh, dass Pascal nichts Schlimmes passiert ist. Für Marcus ist es ebenso schade, dass er das Rennen nicht beenden konnte.»

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