Kloten-Krise spitzt sich zu Erlebt Coach Tirkkonen sein blaues Wunder?

11 Spiele. 9 Pleiten. Tabellen-Ende. Für Kloten-Coach Pekka Tirkkonen wird die Lage immer prekärer.

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Top 3

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2 Das meint BLICK zum Kloten-Knall Ohne Ahnung gehts nicht!
3 Highlights vom Sonntag im Video! Davos besiegt Langnau –...

NLA Schweiz

Platz Mannschaft SP Tore Punkte
1 SC Bern 12 51:25 29
2 HC Lugano 13 48:28 29
3 EV Zug 13 41:32 27
4 HC Davos 13 39:33 25
5 ZSC Lions 14 50:40 24
6 HC Fribourg-Gottéron 14 32:38 23
7 EHC Biel 13 42:36 21
8 HC Ambri-Piotta 14 33:45 16
9 Lausanne HC 12 35:40 14
10 Genf-Servette HC 14 26:45 12
11 SCL Tigers 13 30:44 11
12 EHC Kloten 13 20:41 6

Eishockey

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Nach dem Horror-Wochenende mit den Schlappen in Bern (2:9) und gegen Ambri (1:5) nutzten die Klotener den spielfreien Dienstag, um den Kopf zu lüften. Einige besuchten die weltbekannte Show-Truppe Blue Man Group, die bis am 29. Oktober im «Theater 11» in Zürich gastiert. Einer aber sagte kurzfristig ab: Pekka Tirkkonen. Noch ist der Coach im Amt, verfolgte aber am TV das Krisen-Duell zwischen Lausanne und Servette, dem nächsten Gegner der Zürcher.

Auch gestern leitet Tirkkonen das Training, tut dies gewohnt unaufgeregt. Sorgen um seinen Job mache sich der Finne keine. «Das wäre reine Energieverschwendung», sagt er. Trotzdem wird die Lage des 49-Jährigen immer prekärer. Seit der Vertragsverlängerung im letzten November gewann Kloten bloss noch 13 Spiele, verlor aber 36 Mal! «Das ist scheisse, ganz einfach scheisse», bringt es Hans-Ueli Lehmann auf den Punkt.

Der Präsident hielt am Dienstag eine Kabinenpredigt. «Er hat uns ins Gewissen ge­redet, sagte, dass wir in der Verantwortung stünden und das Ruder herumreissen müssten», erzählt Romano Lemm. «Die Spieler müssen jetzt Dreck fressen», formuliert es Lehmann.

Sportchef Pascal Müller betont, dass sich jeder Einzelne hinterfragen müsse, stellt sich aber hinter Tirkkonen. «Er und sein Assistent arbeiten konzentriert und fokussiert, versuchen, aus den vorhandenen Mitteln das Beste zu machen, und holen alles aus dem Team heraus. Zudem jammern sie auch nicht.»

Lemm steht hinter Tirkkonen

Ins selbe Horn bläst auch Lemm. «Wir stehen voll hinter dem Coach. Er ist auf unserer Seite. Da hatten wir auch schon andere Trainer.» Tirkkonen passe zu Klotens Philosophie. «Er arbeitet mit den Jungen. Will man etwas Nachhaltiges aufbauen, kann man nicht schon beim geringsten Widerstand was ändern.»

Das Sagen hat letztlich aber Lehmann. Und für ihn ist klar: «Wie immer muss man in solchen Situationen auch den Trainer und den Sportchef hinterfragen. Der Coach ist immer das schwächste Glied. Das ist zwar ungerecht, weil die Mannschaft genauso in der Verantwortung steht.Aber oft macht man etwas, um ein Zeichen zu setzen. Auch wenn man in drei Monaten wieder gleich weit ist.»

Es sind Worte, die Tirkkonen beunruhigen müssten.

Publiziert am 11.10.2017 | Aktualisiert am 12.10.2017
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11 Kommentare
  • Ruedi  Wic aus Embrach
    12.10.2017
    Wen ich nur höre dass Lemm von einer geringen Krise spricht und der Trainer arbeitet mit Jungen und lässt Junge beim 4:0 gegen Langnau keine einzige Minute spielen und auf der Bank versauern! Da merke ich dass die Realität immer noch nicht angekommen ist. Schläft weiter und ignoriert die Signale wie Arbeitsverweigerung gegen Bern.
  • Tashunka  Blue aus Watt
    12.10.2017
    Die Talfahrt von Kloten ist schwer aufzuhalten wenn nicht auch Lehmann seine Strategie ändert. Man kann nicht mit Gelddruck (Löhne) und allgemeien Sparmassnahmen im Spitzenhockey existieren. Ausser man macht es wie zu Jursinovs Zeiten. Man verkauft die teuren Spieler (Hollenstein) und holt talentierte Junge.. Zudem hat es einfach auch zu viele "Alte" Spieler im Team.
  • Andi  Herzog aus Basel
    12.10.2017
    Wenn man so knallhart Sparsam einen Verein führt, wie der Hr. Lehmann, muss man sich nicht wundern, wenn es ganz schnell runter geht! Jeder NLA Eishockeyverein braucht 4 gute Ausländer, sonst geht es nicht. Ohne Investoren oder Mäzen geht es einfach nicht!!! So wie es leider aussieht, geht Kloten bereits diese Saison in die NLB....und zwar Express!!!!!
    • alter  Schwede 12.10.2017
      Heute ist es Kloten, morgen mit ziemlicher Sicherheit ein anderer Club! Geld regiert die Welt, auch in der CH NL...
      Solange einige Clubs über scheinbar unversiegbare Geldquellen (Mäzene) verfügen, welche Ende Saison nebst den horrenden Budgets auch noch die Löcher stopfen, wird sich nichts ändern.
      So schlecht sind die Ideen von UL nicht. Aber er (mit ein paar wenigen anderen der NL) kämpft mit einem Haarföhn gegen Windmühlen....
  • Roy  Meier 12.10.2017
    Holt doch noch mehr solche Nullnummern aus dem Ausland hierher ihr lieben CH-Sportchefs! Hauptsache ein Ausländer als Coach an die Bande, wacht mal endlich auf ihr steckt noch in den 80-ern fest!
  • Thomas  Huber 12.10.2017
    Aber den Trainer entlassen müsste ja heissen, dass man auch noch den einen oder anderen teuren Spieler entlassen muss. Zwei Trainer finanzieren und eine schwarze Null schreiben ist unmöglich wenn man eh schon Minus macht. Oder ist der Lehmann einfach ein weiterer Plauderi?