Wegen genervter Anwohner
Drohnen-Projekt über Zürichsee gestoppt

Die Blutproben aus der Hirslanden Klinik Im Park werden vorerst nicht mehr mit der Drohne ins Labor auf die andere Zürichseeseite geflogen.
Publiziert: 17.07.2018 um 16:16 Uhr
|
Aktualisiert: 23.10.2018 um 11:14 Uhr
1/2
Eine Drohne hätte Blutproben über den Zürichsee fliegen sollen. (Symbolbild)

Eine Drohne sollte Blutproben über den Zürichsee transportieren, damit sie von der Hirslanden Klinik Im Park schnell zum Zentrallabor Zürich (ZLZ) gelangen. Statt per Strassentransport in 30 Minuten über die Quaibrücke dauert es über den Luftweg nur sechs Minuten. Zehn Tage lang hätte das Projekt getestet werden sollen. Doch die Drohne durfte nur am ersten Tag in die Luft.

Rotorengeräusche sind zu laut

Wegen genervter Anwohner, die über den Lärm klagten, blieb die Drohne am Boden. «Das Problem ist, dass die Landefläche in der Klinik Im Park eine Grünfläche ist – umgeben von Gebäuden», sagt Regina Genz, zuständige Projektleiterin beim ZLZ, zu Radio Energy Zürich. Die Rotorengeräusche seien für die Anwohner natürlich zu hören gewesen.

Spitäler profitieren: Post testet die Blut-Drohne(00:51)

«Ich bin schon ein bisschen traurig, aber wir lassen uns nicht entmutigen. Wir hoffen, dass unser Traum nun 2019 wahr wird – und wir dann Laborproben per Drohne über den Zürichsee transportieren können», so Genz. Das Projekt ist also nicht vom Tisch, sondern nur auf Eis gelegt. (man) 

Fehler gefunden? Jetzt melden
Alle Kommentare