Kampfsportler in Winterthurer Pflegeheim
Rico Giger (29) spielt für Senioren auf Schwyzerörgeli

Ungewöhnlicher Besuch in einem Winterthurer Pflegeheim: Der Kampfsportler Rico Giger (29) spielte am Donnerstag auf seinem Schwyzerörgeli. Besonders ein Bewohner freute sich darüber.
Publiziert: 21.09.2018 um 19:59 Uhr
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Aktualisiert: 09.03.2023 um 15:10 Uhr
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K1-Kämpfer spielt Ländler: Rico «Ramba» Giger spielt vor jedem Kampf auf dem Schwyzerörgeli(01:08)
Johannes Hillig

Normalerweise steht Kampfsportler Rico Giger (29), Kampfname Ramba, im Ring und lässt seinen Gegnern keine Chance. Dieses Mal aber schlug er ganz andere Töne an. Gestern besuchte er ein Pflegeheim in Winterthur ZH und spielte auf seinem Schwyzerörgeli auf. Besonders ein Bewohner ist ganz begeistert, er wippt zur Musik und fängt an zu singen. Und Giger stimmt mit ein.

«Er hat spontan angefangen mitzumachen. Es war toll. Eine Stunde habe ich dort gespielt, und alle haben sich gefreut», sagt Giger zu BLICK. Er werde auf jeden Fall noch mal Fredy besuchen und für ihn auf dem Schwyzerörgeli spielen.

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Giger (r.) spielte in einem Winterthurer Pflegeheim für die Bewohner.

Erst ein Lied, dann der Kampf

Seit sechs Jahren spielt er das Instrument. Es ist zu seinem Markenzeichen geworden. Denn: Vor seinen Kämpfen läuft er immer mit dem Schwyzerörgeli zum Ring. Gemeinsam mit seinem Vater, der ebenfalls ein Örgeli in den Händen hält. «Zuerst spiele ich ein Lied, dann kämpfe ich», ist das Motto des 29-Jährigen. Und manchmal auch abseits des Rings.

Giger spielte schon in der Psychiatrie in Littenheid TG und auf einem Gemeindefest. Nun eben in einem Pflegeheim. «Ein Freund von mir arbeitet da als Betreuer und hat mich gefragt, ob ich nicht Lust hätte, für die Bewohner zu spielen», sagt Giger.

Das nächste Mal wird der Thurgauer das Örgeli am 29. September spielen. Dann geht es um die Verteidigung seines WM-Titels. Denn Giger ist Weltmeister in der Kampfsportart K-1. Eine Mischung aus verschiedenen Kampfkünsten – darunter das klassische Boxen, Karate und Kickboxen. Ramba freut sich schon auf die Fight Night in Frauenfeld. Für ihn ist klar: «Erst werde ich auf dem Schwyzerörgeli spielen und dann meinen Gegner k.o. schlagen.»

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