Der Schweizer aus dem Wallis hatte ein geladenes Jagdgewehr Neun Schüsse auf Mustang-Raser (†45) – einer traf Polizisten
Wildwest heute Nacht in der Westschweiz: Ein Autofahrer fällt der Walliser Kantonspolizei auf, weil er über die Autobahn A9 blocht. Die Patrouille nimmt die Verfolgung Richtung Waadtland auf. Doch mit Spitzentempo von 200 km/h ist das Auto zu schnell.
Als der Raser die Kantonsgrenze überfährt, melden die Polizisten ihn den Waadtländer Kollegen.
Polizeisperre umfahren
Diese versuchen den Mann bei Villeneuve VD zu stoppen. Vergeblich. Der Raser umfährt die Sperre. Dabei verfehlt er einen Streifenwagen nur knapp.
Schliesslich fährt er in Richtung Innenstadt von Montreux. In der Nähe des Casinos wird er angehalten.
Raser hat nicht geschossen
«Gemeinsam mit einem Kantonspolizisten gelang es einem Gemeindepolizisten, den Mann ins Sandwich zu nehmen», sagt Polizeisprecherin Olivia Cutruzzola.
Doch der Raser gibt nicht auf. Er steigt aus dem Wagen, bewaffnet mit einem Jagdgewehr Kaliber 12.
Die Polizisten schiessen auf ihn – neun Mal. Der Mann wird getötet.
Er hat laut Polizei selber keinen Schuss abgegeben. Die Waffe war laut Polizei-Sprecher Jean-Christophe Sauterel aber geladen.
Ein Polizist wurde von einem Schuss an der Schulter getroffen – durch einen Kollegen.
Auto in Russland immatrikuliert
Laut den im Auto gefundenen Dokumenten handelt es sich beim Toten um einen 45-jährigen Schweizer aus dem Wallis. Die offizielle Identifikation sei aber noch nicht abgeschlossen, heisst es an einer Medienkonferenz.
Ausserdem fanden die Beamten 25'000 Franken im Auto.
Bei dem Wagen handelt es sich um einen in Russland immatrikulierten Ford Mustang Coupé. Das gleiche Auto sei früher im Wallis angemeldet gewesen.
Eine Untersuchung wurde eingeleitet, um die genauen Umstände des tödlichen Zwischenfalls zu klären. (noo)
