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Jetzt greift die Polizei durch:Festnahmen – keine grosse Gegenwehr der Demonstranten

Anti-WEF-Demo in Bern
Polizei stellt Schlagmaterial und Pyrotechnik sicher

Die Polizei hat für Samstag ein Grossaufgebot in der Berner Innenstadt angekündigt. Neben einer bewilligten Kundgebung wurde zu einer unbewilligten Anti-WEF-Demonstration auf dem Bahnhofplatz aufgerufen. Droht die nächste Gewaltorgie?
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Am Samstagnachmittag sichert ein grosses Polizeiaufgebot den Bahnhof in Bern.
Foto: Sebastian Babic

Darum gehts

  • Linksradikale planen am Samstag eine unbewilligte Demo in Bern gegen das WEF
  • Pro-Palästina-Gruppen schliessen sich an, es wird Gewalt wie bei früheren Demos befürchtet
  • Bei einer solchen Demo im Oktober wurden 18 Polizisten verletzt und 500 Demonstrierende festgehalten

«Smash WEF» oder «Friede der Welt, Krieg dem WEF» – die Parolen verheissen nichts Gutes. Für Samstag rufen Linksradikale zu einer unbewilligten Demo in Bern auf. Protestiert wird einmal mehr gegen das am Montag startende Weltwirtschaftsforum in Davos.

Dafür haben sich Pro-Palästina-Gruppen mit den WEF-Kritikern solidarisiert, wie die NZZ schreibt. Das heisst: Es werden sich dieselben Gruppen in Bern versammeln, die schon an der Pro-Palästina-Demo im vergangenen Oktober für eine Gewaltorgie gesorgt haben.

Bern setzt weiter auf Deeskalation

Die Berner Altstadt glich damals einem Schlachtfeld. Während der unbewilligten Demo kam es zu massiver Gewalt. Einsatzkräfte wurden mit Flaschen, Feuerwerkskörpern und anderen Gegenständen attackiert. 18 Polizeiangehörige wurden verletzt. Das Restaurant Della Casa fiel beinahe einer Brandstiftung zum Opfer. Über 500 Demonstrierende wurden festgehalten.

Die Gewalteskalation löste scharfe Debatten aus. Bürgerliche und Gewerbetreibende stellten die Deeskalationsstrategie infrage. Die links-grüne Stadtregierung liess die Demo trotz fehlender Bewilligung laufen.

Und auch nach Schäden in Millionenhöhe und vielen Verletzten: Berns Exekutive ist nach wie vor davon überzeugt, richtig gehandelt zu haben. Das stellt sie in ihrem am Donnerstag veröffentlichten Bericht klar. Ein frühzeitiges Auflösen der Demo hätte «mit hoher Wahrscheinlichkeit» zu einer Eskalation geführt – eine Einschätzung, die von der Berner Kantonspolizei geteilt wird. Nur: Zur Eskalation ist es dennoch gekommen.

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Video zeigt:Hier gehen Demonstranten auf Polizisten los

Polizei warnt vor Einschränkungen

Drohen nun bereits die nächsten Ausschreitungen? Die Berner Kantonspolizei jedenfalls hat ein Grossaufgebot in der Berner Innenstadt angekündigt. Bei der Stadt Bern als Bewilligungsbehörde sei dazu kein entsprechendes Gesuch eingegangen.

Aufgrund der aktuellen geopolitischen Lage, der erwarteten Grösse und «mit Blick auf vergangene ähnlich gelagerte Kundgebungen» werde man mit zahlreichen Polizistinnen und Polizisten im Einsatz stehen. Auch Verstärkung aus anderen Kantonen werde beigezogen.

Gerade im Bereich des Bahnhofs sei am Nachmittag mit Verkehrseinschränkungen zu rechnen. Die Polizei ruft die Bevölkerung dazu auf, allfällige Sperren zu beachten und mehr Zeit für Wege in die Stadt einzuplanen.

Stadtregierung will an Strategie festhalten

Am Freitagabend warnte schliesslich auch die US-Botschaft in Bern vor der unbewilligten Demo. In der Mitteilung, welche die Botschaft auf X verbreitete, ist von einer «Sicherheitswarnung» die Rede.

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Die Stadtregierung will ihre bisherige Strategie beibehalten, die Kundgebung nicht zu verhindern, sondern sie deeskalierend zu begleiten. Schliesslich komme es bei über 300 Kundgebungen pro Jahr in Bern selten zu solchen Ausschreitungen. Daher halte es die Stadtregierung «für falsch, nach den Gewaltexzessen vom 11. Oktober 2025 alles Bewährte aufzugeben».

Bern hofft nun, dass die Stadtregierung am Samstag nicht eines Besseren belehrt wird.

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