Billig-Airline bleibt auf Tauchstation
Was machen die geprellten 170 Kreta-Reisenden jetzt?

170 Passagiere freuten sich auf ihre Ferien in Kreta. Doch die Billig-Airline Small Planet annullierte den Flug. Nach drei Tagen Chaos machen die Gäste nun das Beste daraus.
Publiziert: 24.07.2018 um 21:15 Uhr
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Aktualisiert: 19.09.2018 um 17:52 Uhr
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Bei der Airline Small Planet herrscht Chaos.

Ferien-Frust in Basel-Mülhausen. Drei Tage harrten Kilian Gerber* und seine Familie in einem Flughafen-Hotel aus. Zusammen mit rund 170 weiteren Passagieren wurde er von der litauischen Billig-Airline Small Planet sitzen gelassen.

Statt am Strand in Kreta zu liegen, werden die Gerbers nun am Genfersee campen. «Wir haben uns extra ein grosses Familienzelt gekauft und fahren am Mittwoch los», sagt der zweifache Vater zu BLICK. Vor allem für die Kinder ist das eine Erlösung. «Nach drei Tagen im Hotel ist jetzt endlich wieder Action angesagt.»

Auch Jennifer Kuhn (23), die zusammen mit Kollegin Eveline Blum (24) in die Ferien sollte, wird ihren restlichen Urlaub in der Schweiz verbringen. «Wenn Eveline nicht wieder ins Geschäft muss, werden wir Tagesausflüge unternehmen», sagt sie zu BLICK. 

«Einige konnten mit anderen Fluggesellschaften nach Kreta»

Sie alle hätten am Samstag um 14.25 Uhr am Euro-Airport in Basel Richtung Kreta abheben sollen. Doch Small Planet verschob den Flug wegen eines technischen Defekts an der Maschine zunächst auf Sonntag, um ihn am Montag ganz zu annullieren. Währenddessen warteten die Menschen in drei Hotels in der Nähe des Flughafens. 

«Für den Grossteil der Passagiere haben die Reiseveranstalter alternative Lösungen gefunden», sagt Flughafensprecherin Vivienne Gaskell zu BLICK. «Einige konnten auf andere Fluggesellschaften umbuchen, anderen wurden alternative Destinationen angeboten», sagt sie. Mehr als die Hälfte der Passagiere habe den Urlaub am Montag storniert. «Sie bekommen von ihrem Reiseveranstalter das Geld zurückerstattet», sagt Gaskell.

Darauf hofft auch Jennifer Kuhn. «Obwohl ich zuerst rund 30 Telefonate machen musste, um an die richtige Stelle zu gelangen, hat man mir zugesichert, dass ich mein Geld für die gebuchte Pauschalreise in den nächsten Tagen zurückbekomme.»

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Kilian Gerber wartet hingegen noch auf eine Bestätigung seines Reiseveranstalters. Er sagt: «Man hat uns versprochen, die Flüge kostenlos zu annullieren. Ob wir das Geld für die Tickets und das Hotel zurückbekommen, wird erst noch abgeklärt.»

Die Billig-Airline reagierte auf Anfragen von BLICK nicht. (man) 

* Name geändert

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