Teilnahme an Horizon-Paket
Berlin engagiert sich in Brüssel für Schweiz

Der deutsche Wirtschaftsminister Robert Habeck wie auch Aussenministerin Annalena Baerbock haben kürzlich mit EU-Kommissionsvizepräsident Maro Sefcovic über die Schweiz gesprochen. Berlin will eine schnelle Aufnahme von Verhandlungen mit der Schweiz zum Horizon-Paket.
Publiziert: 13.06.2022 um 10:43 Uhr
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Aktualisiert: 13.06.2022 um 12:26 Uhr
Die deutsche Aussenministerin Annalena Baerbock (links) sowie Wirtschaftsminister Robert Habeck haben sich laut eidgenössischem Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) in Brüssel für eine schnelle Aufnahme von Verhandlungen mit der Schweiz zum Horizon-Paket eingesetzt. (Archiv)

Das teilte das eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit. Das Horizon-Paket umfasst die EU-Rahmenprogramme im Bereich Forschung und Innovation. Auch beim Bildungsprogramm «Erasmus plus» solle die EU-Kommission nach Ansicht Deutschlands rasch mit der Schweiz Verhandlungen aufnehmen, schrieb das EDA.

Gemäss dem EDA setzt sich Berlin auch «für eine Lösung der hängigen Fragen im Bereich Medtech ein». Da die EU aufgrund der offenen institutionellen Fragen das Abkommen über technische Handelshemmnisse (MRA) nicht mehr aktualisiert, hat die Schweizer Medizinprodukte-Branche ihren privilegierten Zugang zum EU-Binnenmarkt verloren.

Es sei zu begrüssen, «wenn EU-Mitgliedstaaten gegenüber der EU-Kommission ihr eigenes Interesse an einer geregelten Beziehung der EU mit der Schweiz äussern», so das EDA weiter.

Das deutsche Auswärtige Amt begründete Deutschlands Engagement für die Schweiz in Brüssel gegenüber Keystone-SDA mit der «engen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Verknüpfung».

Deswegen sei die Beziehung zwischen den beiden Ländern «von dem einseitigen Abbruch der Verhandlungen über das institutionelles Rahmenabkommen mit der EU» in besonderem Masse betroffen.

Stabile und rechtssichere Handels- und Wirtschaftsbeziehungen zwischen der EU und der Schweiz seien aber für Deutschland von grosser Bedeutung, schrieb das Auswärtige Amt weiter.

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(SDA)

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