Protestaktion im Kaffee-Waggon
Orang-Utans stürmen SBB-Starbucks

Starbucks sei als Nutzer von Palmöl mitverantwortlich für das Aussterben der Orang-Utans, so der Vorwurf der Jungen Grünen.
Publiziert: 07.11.2016 um 14:55 Uhr
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Aktualisiert: 05.10.2018 um 18:03 Uhr
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Im SBB-Interregio zwischen Zürich und Basel stürmten als Orang-Utans verkleidete Aktivisten der Jungen Grünen das Bistro.

Den Gästen des Starbucks-Bistros im SBB-Interregio zwischen Zürich und Bern blieb heute Morgen wohl vor Schreck das Gipfeli im Hals stecken. Als Orang-Utans verkleidete Aktivisten der Jungen Grünen verwandelten das Bistro temporär in einen Zoo. Mit der Aktion protestieren sie gegen die Zusammenarbeit der SBB mit Starbucks. 

Das US-Unternehmen wird in doppelter Hinsicht angeprangert. So sind den Jungen Grünen die Steuervermeidungs-Praktiken der Kaffeekette ein Dorn im Auge. Aus grüner Sicht noch viel schlimmer, trage der Konzern «einen enormen Beitrag zur Umweltzerstörung rund um den Globus bei.» Als Verarbeiter von Palmöl sei Starbucks mitverantwortlich für das Aussterben von Tierarten wie dem Orang-Utan.

Starbucks hingegen verweist auf seiner Homepage darauf, dass es beim vom WWF initiierten Runden Tisch für nachhaltiges Palmöl (RSPO) mitmacht. Das Unternehmen verfolge einen «Null-Toleranz-Ansatz gegenüber der Entwaldung». Das mag die Jungen Grünen nicht zu besänftigen. Der RSPO sei als «äusserst lasches Regelwerk bekannt.» (rus)

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