Bund soll bei den Lotto-Regeln nachbessern
Droht den traditionellen Spielabenden das Aus?

Ist der Lottoabend im Kirchgemeindesaal bald Geschichte? Das jedenfalls befürchten Zentralschweizer Regierungen. Sie fordern vom Bund deshalb, die Regeln zugunsten der Dorfvereine abzuändern.
Publiziert: 06.07.2018 um 18:27 Uhr
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Aktualisiert: 14.09.2018 um 16:26 Uhr
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Beliebte Bingo- oder Lottoabende in Vereinen wäre vielleicht nicht mehr möglich.

Zentralschweizer Regierungen wehren sich gegen neue Regeln des Bundes für Lottomatches. Denn sie befürchten, dass Fussballclubs und Turnvereine im Saal der Dorfbeiz ihre Kasse bald nicht mehr mit dem alljährlichen Lottoabend aufbessern können.

Regierungsräte schlagen höhere Limite vor

Denn der Bund will die Bruttoeinnahmen bei den Lottospielen auf 25'000 Franken beschränken. Das aber sei eine Summe, die die meisten Vereine heute bereits übertreffen, schreibt die «Luzerner Zeitung».

Die Obwaldner Finanzdirektorin Maya Büchi-Kaiser (FDP) und der Luzerner Justiz- und Sicherheitsdirektor Paul Winiker (SVP) schlagen dem Bund deshalb eine höhere Limite von 50'000 Franken vor.

Grosszügiger beim Poker

Die vom Bund ins Spiel gebrachte Regeländerung ist eine Folge des neuen Geldspielgesetzes, dem das Volk am 10. Juni mit grosser Mehrheit zugestimmt hatte. Dieses soll aber eigentlich die Spielfreude nicht schmälern. Im Gegenteil: Es ermöglicht neu kleine Pokerturniere ausserhalb von Casinos. (pt)

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