CNN Money Switzerland startet
Vier Engel für Ex-SRF-Mann Urs Gredig

Am Mittwoch geht CNN Money Switzerland auf Sendung. Chefredaktor Urs Gredig erklärt, warum man auf internationale Anchors setzt.
Publiziert: 23.01.2018 um 22:06 Uhr
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Aktualisiert: 13.09.2018 um 04:47 Uhr
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Ein Quartett führt künftig durch das Programm von CNN Money Switzerland.

Pünktlich zum WEF gehts los: Am Mittwoch startet der neue TV-Sender CNN Money Switzerland mit seinem Programm. Man wolle als erster nationaler englischsprachiger Multimedia-Wirtschaftskanal die Lücke für eine auf die Schweiz fokussierte Plattform schliessen, sagt Chefredaktor Urs Gredig (47) zu BLICK. «Diesem Aspekt tragen wir Rechnung, indem wir für die Schweiz relevante Themen vertieft analysieren und sowohl aus schweizerischer als auch aus internationaler Perspektive beleuchten.»

Martina Fuchs arbeitete in Peking und Dubai

Das zeigt sich auch bei den Moderatorinnen: Drei von ihnen stammen aus dem Ausland – und auch die einzige Schweizerin, Martina Fuchs (35), hat ihre Karriere bisher vor allem im Ausland absolviert, spricht unter anderem Arabisch und Chinesisch.

Fuchs war als Senior Business Reporter für CCTV in Peking sowie für Reuters TV in London und Dubai tätig, berichtete über die wichtigsten Ereignisse aus der Wirtschaftswelt wie das World Economic Forum (WEF) in Davos oder den G20-Gipfel in Hangzhou.

Kolleginnen stammen aus den USA und Grossbritannien

Ihre Kolleginnen stammen alle aus dem englischsprachigen Raum: Amanda Kayne (36) ist Britin, war bereits für das Sendegefäss World Business Report der BBC sowie für CNBC Europe im Einsatz. Zuletzt arbeitete sie für die Bank Julius Bär. Auch Hannah Wise (39) stammt aus Grossbritannien. Sie moderierte bei France 24 in Paris die morgendliche Nachrichtensendung, berichtete über wichtige Ereignisse wie den Arabischen Frühling und die griechische Schuldenkrise. Auch an der Hochzeit von Prinz William (35) und Herzogin Kate (36) in London war sie im Einsatz. 

Die vierte im Bunde, Ana Maria Montero (44), ist US-Amerikanerin mit spanischen Wurzeln, verbrachte ihre Lehrjahre bei CNN, wo sie über die Jahre zur Hauptmoderatorin avancierte und ihre eigene tägliche Sendung in Los Angeles moderierte. Die vier Journalistinnen werden täglich im Rahmen der Sendung «The Swiss Pulse» von 18 bis 21 Uhr zu sehen sein.

Das WEF ist die ideale Plattform zum Start

Er sei nervös vor dem Start, sagt Urs Gredig. «Wir machen gerade noch den letzten Schliff. Aber ich bin sicher, dass es gut kommt!» Dass sie sich das WEF als Startpunkt ausgesucht hätten, sei Absicht. «Für uns die ideale Plattform mit Wirtschaft und Politik, und der Schweiz im internationalen Kontext. Das sind genau unsere Themen», erklärt er. Und fügt an: «Der Traum wäre natürlich ein Interview mit Donald Trump. Vielleicht können wir ihn irgendwo abfangen, ich als Davoser kenne den Ort ja sehr gut», sagt er. «Aber dass es mit einem Interview klappt, ist eher unrealistisch.»

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Seine Aufgabe als Chefredaktor sei, beim Sender thematisch die Fäden zu ziehen und das Team zusammenzuhalten, erklärt er weiter. Dass als Anchors vier Frauen im Einsatz seien, sei ein Zufall, so Gredig. «Das ist unbewusst passiert», erklärt er. «Wir haben keine Statuten, wo steht: Es dürfen nur Frauen moderieren. Sprich: Das Geschlecht ist sekundär. Aber ich bin überzeugt davon, dass es die vier besten sind!» Und trotz ihres internationalen Backgrounds hätten alle einen Bezug zur Schweiz: «Auch die anderen drei leben schon seit einer Weile hier und sprechen Deutsch.»

Und wie ist für ihn die Zusammenarbeit mit den vier Anchors? «Ich bin nicht der Hahn im Korb», so Gredig lachend. «Ich empfinde es nicht als so besonders speziell, es ist Business as usual. Aber ich bin dennoch sehr froh um die vier Frauen. Sie sorgen für eine sehr angenehme und vermutlich weniger kompetitive Atmosphäre, als sie unter Männern herrschen würde.» (wyt)

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