Wagner-Festspiele starten
Bayreuther Festspiele mit viel Prominenz auf dem roten Teppich

Der rote Teppich vor den Bayreuther Festspielen ist zur Premiere am Montag reichlich gefüllt gewesen. Ex-Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kommt mit Ehemann.
Publiziert: 25.07.2022 um 17:07 Uhr
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Angela Merkel und Joachim Sauer in Bayreuth.

Auch nach dem Ende ihrer Regierungszeit liess es sich die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nicht nehmen, zur Neuinszenierung der Wagner-Oper «Tristan und Isolde» auf den grünen Hügel zu kommen. Merkel, die ein hellgrünes Kostüm trug, wurde von ihrem Ehemann Joachim Sauer begleitet.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) kam mit seiner Ehefrau Karin Baumüller-Söder. Er begrüsste vor dem Festspielhaus den im weissen Anzug erschienenen albanischen Regierungschef Edi Rama und dessen Ehefrau Linda.

Auch Thomas Gottschalk ist in Bayreuth

Aus den Reihen der Bundesregierung kam Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne) nach Bayreuth. Auch aus dem Showgeschäft kamen zahlreiche Gäste zur Eröffnung der diesjährigen Festspielsaison, darunter etwa der «Tatort»-Schauspieler Udo Wachtveitl oder die Moderatorenlegende Thomas Gottschalk.

«Tristan und Isolde» eröffnet die diesjährige Festspielsaison mit den Werken Richard Wagners. Die Festspiele dauern bis zum 1. September und sollen vollständig ohne Corona-Beschränkungen stattfinden. Auch das Tragen von Masken wird lediglich empfohlen.

Champagner-Bratwurst bei 35 Grad

Bei der Auffahrt der prominenten Festspielgäste gehörte der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) zu den ersten, die am Grünen Hügel ankamen. Bei 35 Grad schrieb er Autogramme. Begleitet wurde er von der fränkischen Weinkönigin Eva Brockmann, die ein flaschengrünes Kleid trug.

Russische Künstler auch dabei

Man dürfe «keine Sippenhaft» betreiben, sagte Katharina Wagner, Intendantin der Wagner-Festspiele in Bayreuth, der «Süddeutschen Zeitung». «Hier arbeiten auch russische Künstler, die sich von der ersten Minute an klar positioniert haben. Der russische Regisseur Dmitri Tcherniakov, der hier letztes Jahr den «Holländer» zusammen mit der ukrainischen Dirigentin Oksana Lyniv gemacht hat, hat gleich zu Kriegsbeginn ein Foto mit sich und ihr gepostet. Das war ein deutliches Zeichen.»

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Nach dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine waren viele russische Kulturschaffende wegen mangelnder Distanz zu Putin in die Kritik geraten. Die erste Aufführung des «Fliegenden Holländers» von Tcherniakov und Lyniv ist am 6. August zu sehen. Wagner lobte die Dirigentin: Lyniv nutze den «Bayreuther Werkstattgedanken, das Weiterentwickeln der Stücke».

In dem Interview bedauerte es Wagner ausserdem, dass es bislang noch keine fest installierte Übertragungstechnik im Festspielhaus gibt. Es sei ihr bislang nicht gelungen, «das finanziert zu kriegen». Jedes Jahr erneut Aufzeichnungen der Inszenierungen zu organisieren, sei sehr teuer. (AFP)

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