Tod in Kandersteg BE Wingsuiter (†28) stirbt live auf Facebook

Ein italienischer Wingsuiter (†28) springt in die Tiefe und überträgt den Sprung live auf Facebook. Er endet tödlich. Der Sprung fand in Kandersteg BE statt.

wingsuiter.jpg play
Armin S. vor seinem Todessprung, den er live auf Facebook übertragen hat. Facebook

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Das Video beginnt harmlos. Der Italiener Armin S. (†28) macht sich bereit für einen Wingsuit-Flug. Via Facebook Live filmt er sich dabei. Kurz vor dem Absprung sagt er in die Kamera: «Heute fliegt ihr mal mit. Aber ihr hört nur was. Ich steck euch ein. Tschau.» Dann packt er das Handy in die Tasche.

Von da an sieht der Zuschauer nichts mehr, sondern hört nur noch den Ton. Doch dieser ist umso verstörender.

So hört man wie Armin S. abspringt, hört den Luftzug. Dann ein Schrei und Geräusche eines Sturzes. Dann ist Stille, nur das Glockengeläut von Kühen ist zu hören.

«Beweg dich wenigstens...»

Seine Freunde verfolgen das Ganze live mit. «Was ist da los?», «Armin, schreib oder sag irgendwas», «Beweg dich wenigstens, dass man es rascheln hört» und «Ich mach mir wirklich Sorgen» sind die ersten Kommentare. Auch seine Mutter und sein Bruder bitten die Zuschauer: «Wo ist er? Und was ist passiert? Könnte ich Infos haben...». Wenig später kommen die ersten Trauerbekundungen. «Du warst ein toller Mensch und Freund. Fly Free.»

Gemäss den Ermittlungen der Kantonspolizei Bern hatte sich S. alleine zum «Alpschelehubel» begeben, um von dort mit seinem Wingsuit in die Tiefe zu springen. Er sei dann in Schwierigkeiten geraten und abgestürzt. Die Rettungskräfte konnten nur noch den Tod von S. feststellen.

Laut einem Bekannten lebte Armin S. in Freiburg im Breisgau und hatte ein kleines Kind. «Er war ein erfahrener Fallschirmspringer, flog aber erst seit einem Jahr mit dem Wingsuit», sagt er zu BLICK. (sas/stj)

Publiziert am 26.08.2016 | Aktualisiert am 12.10.2016
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30 Kommentare
  • Oliver  Schlatter 27.08.2016
    Hab das Gefühl, dass alle paar Tage eine solche Meldung kommt. Vielleicht sollten alle, die dort springen wollen, verpflichtet werden, bei der Bergung eines tödlich verunglückten Basejumpers zu helfen. Der Eine oder Andere würde sich es nochmals überlegen zu springen
  • Tamara  Bachmann , via Facebook 27.08.2016
    Na bravo, er hat ein kleines Kind! Wäre ja ein gutes Vorbild geworden!
  • Toni  Brunner aus Dasmarinas/Cavite/Philippines
    27.08.2016
    Sterben wir nicht alle einmal...? Die Einen können es offenbar kaum erwarten.
    Verbieten...? Zwecklos..., aber die enden ja eh wie die Dinos, rotten sich quasi selber aus.
    Ja, das ist zynisch. Aber die Welt ist ein Irrenhaus und das ganze Leben ist zynisch.
    In Italien gab es diese Woche weit über 200 die gerne noch etwas gelebt hätten.
  • drafi  schweizer aus berg
    27.08.2016
    heutzutage glaubt bald jeder er müsse sich mit irgend einem Hobby das zwar, was ich auch glaube, eine schöne Sache sein kann, das Gefühl des Fliegens zu Erleben, aber eben, Erleben ist nicht immer Garantiert, ein jeder weiss was er Riskiert, und deshalb kann ich auch kein Mitleid mit denen haben die dabei ihr Leben verlieren, man sollte einfach vor jedem Sprung von jedem eine Kostenvorzahlung verlangen damit das "danach" nicht vom Steuerzahler berappt werden muss
  • Roger  Berger 27.08.2016
    Na ja, gleich nach dem Absprung ist der Wingsuit noch nicht tragfähig, da die Strömung, also die Einwirkung des Windes auf diesen, bedingt durch die zu niedrige Geschwindigkeit, noch zu gering ist. Da ist die Gefahr eben gross, unkontrolliert mit einem Felsen zu kollidieren.