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21.01.2019, 12:02 Uhr
Zersiedelung ist ein Problem, sagt BLICK-Bundeshausredaktor Nico Menzato. Aber eines, das erkannt wurde und bereits behoben wird. Die Zersiedelungs-Initiative allerdings schiesst übers Ziel hinaus.

Die Schweiz ist keine Betonwüste. Dies zeigen neue Zahlen und ein ungetrübter Blick von oben: Selbst das Mittelland ist geprägt von Wäldern, Seen, Äckern und Wiesen. Trotz Zuwanderung und Wohnungsboom sind 92 Prozent der Schweiz weiterhin unverbaut.

Zersiedelung ist ein Problem

Doch die Siedlungsgebiete sind in den letzten Jahrzehnten tatsächlich stetig gewachsen. Viele Grünflächen gingen für immer verloren. Dies darf nicht im selben Tempo weitergehen. Die Politik hat dies erkannt und die Raumplanungsregeln deshalb deutlich verschärft.

Ob diese wirken und die Zersiedelung tatsächlich in Schach halten können, wird sich zeigen. Die Umsetzung ist voll im Gang, weshalb die Initiative, über die wir am 10. Februar abstimmen, zum falschen Zeitpunkt kommt.

Kantone und Gemeinden werden eingeschränkt

Auch ist die Forderung, dass neue Bauzonen nur dann entstehen dürfen, wenn es anderswo in der Schweiz zu Rückzonungen kommt, zu starr und realitätsfremd. Kantone und Gemeinden verlieren ihre Handlungsspielräume, um ihre Gebiete sinnvoll und nachhaltig weiterzuentwickeln.

Ein derart zentralistischer Eingriff, wie ihn die Jungen Grünen verlangen, wäre schädlich für unser föderales Land. Und die Naturidylle Schweiz hat ihn auch nicht nötig.

Publiziert: 17.01.2019, 11:26 Uhr
Zuletzt aktualisiert: 21.01.2019, 12:02 Uhr