Anklage nach Anschlag von «Terroristen» im Quartier Bruderholz
Zwei Basler (25, 27) drohten Reichen mit Sprengstoff-Attentaten

Zwei jüngere Basler versuchten sich offenbar als Terroristen. Mit Sprengstoff versuchten sie wohlhabende Personen einzuschüchtern. Ein Anschlag führte zu hohem Sachschaden, verletzt wurde niemand. Jetzt müssen sie vor Gericht.
Publiziert: 26.08.2023 um 00:11 Uhr
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Aktualisiert: 26.08.2023 um 09:33 Uhr
In Basel einen Sprengstoffanschlag verübt und weitere geplant haben zwei Schweizer, gegen die nun Anklage erhoben wurde. (Symbolbild mit Basler Münster)

Wegen Sprengstoffdelikten hat die Bundesanwaltschaft beim Bundesstrafgericht Anklage gegen zwei Männer erhoben. Die beiden Schweizer sollen im vergangenen Jahr einen Sprengstoffanschlag im Basler Quartier Bruderholz verübt und im süddeutschen Stuttgart versucht haben, Sprengstoff zu kaufen.

Bloss Sachschaden

Konkret wird den heute 27- und 25-jährigen Beschuldigten aus Basel-Stadt und Basel-Land vorgeworfen, am 30. März vergangenen Jahres im Basler Bruderholz einen Sprengstoffanschlag an einer Liegenschaft verübt zu haben, wie die Bundesanwaltschaft gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA einen Online-Bericht des Schweizer Radios und Fernsehens SRF vom Freitag bestätigte. Dabei sei ein Sachschaden von 170'000 Franken entstanden, aber niemand verletzt worden.

Den beiden Beschuldigten wird weiter vorgeworfen, am 20. Juni vergangenen Jahres nach Stuttgart gereist zu sein, mit dem Ziel, dort für 2000 Euro vier Pakete zu je etwa 500 Gramm Plastiksprengstoff zu kaufen und dann in die Schweiz nach Basel zu bringen. Dort hätten sie wohlhabende Personen mit Anschlägen einschüchtern wollen.

In Falle gelockt

Die deutsche Polizei hatte die beiden Männer in die Falle gelockt, sie noch am 20. Juni vergangenen Jahres in Stuttgart festgenommen und in Untersuchungshaft gesteckt. Später wurden sie auf Antrag der Bundesanwaltschaft in Bern an die Schweiz ausgeliefert.

Auf die Spur der Männer waren die deutschen Behörden durch einen Tipp und durch Ermittlungen im Darknet gekommen, einem versteckten und anonymen Teil des Internets. Dort waren sie nach eigenen Angaben auf einen Nutzer gestossen, der unter anderem Sprengstoff kaufen wollte. (kes/SDA)

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