Schweizer Vision Rinspeed Snap soll Realität werden
Zugeschnappt

Nach 40 Jahren macht die Schweizer Ideenschmiede Rinspeed den nächsten Schritt. Mit dem Snap soll erstmals eine Zukunftsvision von Frank M. Rinderknecht Realität werden.
Publiziert: 12.07.2018 um 14:10 Uhr
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Aktualisiert: 14.09.2018 um 16:35 Uhr
Rinspeed Snap: Das Wechsel-Auto(06:00)
Martin A. Bartholdi

Wieso soll der Antrieb eines Fahrzeuges immer mit dem Innenraum verknüpft bleiben? Die Schweizer Ideenschmiede Rinspeed will das Auto aufspalten und den Passagier- und/oder Laderaum vom eigentlichen Antrieb trennen. Das Resultat, die Studie Snap, feierte ihre Premiere an der Elektronikmesse CES in Las Vegas (USA) und wurden diesen Frühling auch am Genfer Autosalon gezeigt.

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Rinspeed Snap

Kleinserie soll kommen

Der Snap ist das 24. Konzeptfahrzeug von Rinspeed, doch keine der früheren Zukunftsvisionen schaffte es je in die Serie. Bis heute! Den multifunktionalen Snap will CEO Frank M. Rinderknecht verwirklichen und gründet dazu das Startup «Snap Motion» mit Standorten im kalifornischen Silicon Valley (USA) und Zentraleuropa.

Vorerst ist eine Kleinserie geplant. Neben der Realisierung des Fahrzeuges gehts auch darum, die Logistiksoftware zu entwickeln, die Bedarf, Verfügbarkeit, Unterhalt und Abrechnung steuert. Während die Hardware in Europa entwickelt wird, soll die Software im Silicon Valley programmiert werden. Ein Zeitplan ist noch nicht bekannt.

Was ist der Snap?

Der autonome und elektrische Snap besteht aus dem mobilen Skateboard und dem immobilen Pod. Die Idee dahinter: Das Skateboard enthält die alterungsanfällige Hard- und Software für Antrieb und autonomes Fahren. Der langlebige Pod dagegen ist die Fahrgastzelle und soll während Jahren eingesetzt werden, um die Ressourcen zu schonen.

Weiterer Vorteil: die Boards sind immer im Einsatz und stehen nicht ungenutzt herum, während die Pods nicht einfach in der Garage verschwinden, sondern immer genutzt werden. Es sind unzählige Pod-Variationen denkbar, wie Camping-, Arzt-, Party- oder Shopping-Pods.

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