Unter den Festgenommenen seien ein 22-Jähriger und dessen 16-jährige Freundin. Beide hätten Verbindungen zu Dschihadisten-Kreisen. In ihrer Wohnung seien Sprengstoff und anderes Material zum Bau von Bomben gefunden worden, hiess es.
Polizeikreise sprachen von einem «verhinderten Anschlagsprojekt". Die Ermittler gingen davon aus, dass eine Tat geplant war. Sie wüssten aber nicht, wo und wie, verlautete aus informierten Kreisen. Die Verdächtigen im Alter von 16 bis 33 Jahren wurden festgenommen, nachdem sie das Lösungsmittel Azeton gekauft hatten.
Azeton ist ein Bestandteil von TATP. Bei Wohnungsdurchsuchungen wurden TATP, Azeton, der TATP-Bestandteil Wasserstoffperoxid sowie Schutzhandschuhe gefunden.
Die 16-Jährige war den Behörden in sozialen Netzwerken aufgefallen. Sie soll dort den Wunsch geäussert haben, ins syrisch-irakische Kriegsgebiet zu ziehen oder in Frankreich einen Anschlag zu verüben. Einer ihrer «Mentoren» war dem französischen Inlandsgeheimdienst DGSI bekannt, wie aus Polizeikreisen verlautete.
In Frankreich wurden seit Anfang 2015 eine Reihe islamistischer Anschläge mit mehr als 230 Toten verübt. Seit den Pariser Anschlägen vom 13. November 2015 herrscht in dem Land der Ausnahmezustand, das Anschlagsrisiko gilt als unvermindert hoch. (SDA/stj)