Staatschefs bereiten sich auf Trumps kurze Aufmerksamkeitsspanne vor
«Es ist, als ob ein Kind käme»

Am Freitag bricht US-Präsident Donald Trump zu seiner ersten Auslandsreise auf. Seine Gesprächspartner werden gebeten, kurz und einfach zu reden.
Publiziert: 16.05.2017 um 16:57 Uhr
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Aktualisiert: 30.09.2018 um 16:18 Uhr
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Seine Gastgeber müssen sich auf etwas gefasst machen: US-Präsident Donald Trump bricht zur ersten Auslandsreise auf.

Für seine erste Auslandsreise hat sich der neue US-Präsident gleich einiges vorgenommen. Donald Trump (70) wird zuerst Zentren der drei grossen Religionen besuchen: In Riad trifft er den saudi-arabischen König Salman (81), in Jerusalem Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (67) und im Vatikan Papst Franziskus (80).

Anschliessend nimmt Trump in Brüssel am Nato-Gipfel teil. Zur Erinnerung: Trump hatte die Nato vor seinem Amtsantritt noch als überflüssig bezeichnet. In Brüssel trifft Trump auch die EU-Spitze, bevor er ins idyllische Taormina auf Sizilien reist. In der Heimat der Mafia wird er den G7-Gipfel besuchen.

US-Präsident Donald Trump (70, rechts) mit Gesundheitsminister Tom Price am 21. März 2017 in Washington.

«Wie wird sich Trump benehmen?»

Die Auslandsreise, auf der Trump von First Lady Melania (47) begleitet wird, macht die Sicherheitsbehörden nervös. Auch die Organisatoren der Gipfeltreffen sitzen wie auf Nadeln: Wie wird sich Trump benehmen?

Ein Insider erzählte gegenüber der US-Polit-Zeitschrift «Foreign Policy»: «Es ist, als ob man sich darauf vorbereitet, ein Kind zu treffen. Jemanden, der sich nicht lange konzentrieren kann, der launisch ist, der keine Ahnung von der Nato und kein Interesse für politische Fragen hat.»

Deshalb hat sich die Nato mit einer Bitte an die Staatschefs der Nato-Länder gewendet: Man solle doch die Zeit der Verhandlungen mit Trump auf je zwei bis vier Minuten beschränken.

Im Anschluss an das Gipfeltreffen veröffentlicht die Nato in der Regel eine Deklaration, in der die neue Strategie beschrieben wird. Insider gehen aber davon aus, dass dieses Jahr kein solches Dokument publiziert wird, «weil sie Angst haben, dass es Trump nicht gefallen wird». (gf)

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