Kohlenmonoxid-Alarm in Belgien
Dutzende Verletzte auf Kartbahn

Etwa 70 Personen haben auf dem Gelände einer Kartbahn in Belgien eine Kohlenmonoxid-Vergiftung erlitten. Fünf Menschen wurden bei dem Vorfall am Samstagabend schwer vergiftet, zwölf Personen mittelstark.
Publiziert: 12.02.2017 um 08:34 Uhr
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Aktualisiert: 28.09.2018 um 18:26 Uhr
Am Dienstag hätte die Kartbahn in Wavre (B) offiziell eröffnet werden sollen.
Foto: Twitter

Rund die Hälfte der 150 Besucher einer Kartbahn-Anlage in Wavre südöstlich von Brüssel ist am Samstag durch Kohlenmonoxid verletzt worden. Wie es zu dem Vorfall kam, war zunächst unklar. Die Behörden wollten prüfen, ob die Abgasanlage defekt sei, erklärte die stellvertretende Bürgermeisterin Françoise Pigeolet. Für keines der Opfer bestehe Lebensgefahr.

Die Betreiber der Kartbahn entschuldigten sich in einer Nachricht auf Facebook und erklärten, sie wollten sich um Aufklärung bemühen. Die Anlage hatte erst vor wenigen Tagen mit Privatveranstaltungen den Betrieb aufgenommen. Die für Dienstag vorgesehene endgültige Öffnung wurde auf unbestimmte Zeit verschoben.

Kohlenmonoxid (CO) ist ein sehr giftiges, geruchloses Gas, dessen Wirkungen Betroffene zunächst häufig nicht spüren. Es entsteht bei Verbrennungen ohne genügend Sauerstoff, auch im Autoverkehr.

Bei Menschen blockiert es den Transport von Sauerstoff im Blut, im schlimmsten Fall bis hin zum Tod durch Ersticken. Im deutschen Bundesland Bayern sind vor kurzem sechs Jugendliche bei einer Feier in einer Gartenlaube an einer Kohlenmonoxid-Vergiftung gestorben. (SDA)

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