Darum gehts
- Menschenhandel in Bosnien: Polizisten unter Verdacht, Minderjährige zur Prostitution gezwungen
- Opfer waren zwei Mädchen (15) aus einem Kinderheim
- Acht Verdächtige festgenommen, darunter vier Polizeibeamte, Mindeststrafe von 10 Jahren droht
Diese Meldung macht sprachlos: Die zuständige Regionalstaatsanwaltschaft im bosnischen Tuzla hat die Inhaftierung mehrerer Verdächtiger angeordnet. Es geht um Menschenhandel im Zusammenhang mit der Ausbeutung zweier minderjähriger Mädchen zum Zwecke der Prostitution. Das berichtet «Srpskainfo».
Unter den Verdächtigen befinden sich demnach vier Polizeibeamte. «Srpskainfo» schreibt, dass einige der Verdächtigen den Mädchen mindestens 70 Franken für sexuelle Dienstleistungen zahlten. Den Festnahmen gingen monatelange Ermittlungen der Abteilung für organisierte Kriminalität voraus.
Opfer lebten im Kinderheim
Vier der insgesamt acht Verdächtigen stehen laut Staatsanwaltschaft im Verdacht, im Zeitraum von April 2024 bis Ende Juli 2025 zwei Mädchen im Alter von 15 Jahren unter einem Vorwand an verschiedene Orte gelockt zu haben. Dort wurden sie an andere Personen übergeben und zur Prostitution und anderen Formen der sexuellen Ausbeutung gezwungen. Ferner sollen die Beschuldigten die Mädchen auch selbst für sexuelle Dienste gegen Bezahlung in Anspruch genommen haben.
Einen Teil des Geldes aus den Sex-Diensten, zu denen die Mädchen gezwungen wurden, soll der Hauptverdächtige Besim K.* (51) einbehalten haben. Drei andere Verhaftete werden verdächtigt, sexuelle Dienstleistungen in Anspruch genommen und dafür bezahlt zu haben, obwohl sie wussten, dass die Mädchen minderjährig und Opfer von Menschenhandel waren. Die beiden Opfer lebten in einem Kinderheim und stammten aus schwierigen familiären Verhältnissen.
Die Festnahmen erfolgten nach Durchsuchungen an mehreren Orten. Gegen die Beschuldigten wurde ein Strafverfahren eröffnet. Ihnen drohen mindestens 10 Jahre Haft.
Dieser Artikel erschien zuerst auf Blic.rs.
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