Die Sache hat leider einen Haken Weniger Bodennebel im Mittelland

BERN - Der Nebel im Mittelland lichtet sich Jahr für Jahr zunehmend. Sonniger wird es dafür aber nicht.

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Gute Nachrichten für alle, denen der erdrückende Herbstnebel im Mittelland aufs Gemüt schlägt. Er dünnt sich zunehmend aus.

«Dass die Nebelhäufigkeit am Boden abnimmt, ist ein Trend, der sich schon längere Zeit beobachten lässt», sagt Christoph Frauenfelder, Wetterexperte bei Meteotop, zur «Thurgauer Zeitung».

Doch die Sache hat einen Haken. Denn statt dichtem Bodennebel gibt es mehr Hochnebel. «Es ist vielerorts zu beobachten, dass der Hochnebel im Vergleich zu vor 20, 30 Jahren zunimmt», sagt Frauenfelder.

Der Nebel verzieht sich: Weniger Nebeltage im Mittelland play
Seltenes Bild: Dichter Bodennebel in Zürich. Reuters/Arnd Wiegmann

Der Meteorologe erklärt es mit einem einfachen physikalischen Gesetz: Gibt es oben mehr, nimmt es unten ab. Eine befriedigende Erklärung für die Zunahme von Hochnebel gibt es allerdings noch nicht.

Dafür einen weiteren Grund für das Verschwinden des Bodennebels, wie Joachim Schug, Senior Meteorologe bei der Meteo Group zur «Thurgauer Zeitung» sagt. Seit den 1970er-Jahren habe sich die Luftqualität in der Schweiz massiv verbessert, das bedeutet weniger Dreck- und Russpartikel in der Luft. Partikel, die für die Nebelbildung essenziell sind.

Ob Boden- oder Hochnebel: Für die Unterländer bleibts trüb. Schlecht sieht es auch für die Berggebiete aus. «Kurorte haben dadurch nicht mehr so viel Sonne wie früher», sagt Frauenfelder. (ysi)

Publiziert am 21.10.2016 | Aktualisiert am 21.10.2016
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6 Kommentare
  • Ernst  Streuli 21.10.2016
    Mir schlägt die erdrückende Sonne im Mittelland aufs Gemüt.
    Ich mag Hochnebel sehr!
    Am liebsten mag ich Hochnebel mit kalten NO Lagen um Null Grad.


  • Ueli  Sommaruga aus Cebu City
    21.10.2016
    Bedeutet fuer das Ueberleben der Winterkurorte sofortige Erhoehung der Luftschadstoffe damit der Bodennebel wieder zunimmt und dafuer der Hochnebel wieder verschwindet... so einfach ist es
  • Alfred  Gerber aus Goldingen
    21.10.2016
    Übrigens haben wir in der Ostschweiz seit vielen Jahren wesentlich mehr Bise , dafür weniger Föhn. Vielleicht merken die studierten Meteorologen dies in den nächsten 10 Jahren auch noch. Hat auch einen wesentlichen Einfluss auf Nebel.
  • Heinz  Both , via Facebook 21.10.2016
    Ist doch SUPER früher hatten wir oben Sonne, unten Nebel. Jetzt haben wir unten mind. keinen Nebel, aber dafür die dort oben . Ist doch auch nicht schlecht .... so !
  • Pietro  Secreto aus Kölliken
    21.10.2016
    Das Wetter ändert sich nun mal ständig und passt sich nicht den Wünschen der Menschen an. Wein wurde auch schon zu Römerzeiten in England angebaut, gab es damals schon eine Klimaerwärmung? Also bitte.