Gölä steigt aus!
ZÜRICH – Beim SF ist Feuer unter dem Dach, Gölä hat genug von MusicStar. Der Mundart-Rocker zieht die Notbremse und verlässt die Jury, wie er gegenüber BLICK bestätigte.
Aktualisiert um 17:18 | 24.02.2009
Doch auch das Schweizer Casting-Format «MusicStar» trumpft mit einem handfesten Jury-Skandal aus. Als Favoritin Gioia von den Kandidaten die rote Karte bekam, rastete Juror Gölä (41) aus. Und verliess wie eine beleidigte Leberwurst die Bühne. Kurz darauf ersetzte das Schweizer Fernsehen den Mundartrocker mit Artemis Gounaki. Die argumentierte sich fortan mit harten Kommentaren und einem strahlenden Lächeln durch die Shows. (Keystone)
Es war beinahe schon ein Abgang mit Ankündigung: Als in der letzten Sendung nicht seine Lieblings-Kandidatin Gioia, sondern der enttäuschende Leonardo das Friendship-Ticket erhielt, stürmte Gölä aus dem Saal.
Dachte man zuerst an eine Flucht aus Frust, zeigt sich jetzt, was der Büezer vom Format MusicStar hält. Und das ist offenbar nicht viel. Am Sonntag meinte er zu fast allen Kandidaten, sie sollten sich jetzt endlich in den Hintern kneifen. Die Abwahl von Gioia – die sich in erster Linie in der Songwahl vergriffen hatte – brachte das Fass dann endgültig zum Überlaufen.
Gölä: «Ich habe ja gewusst, wie die Sendung abläuft. Aber es scheint, dass ich nicht über meinen Schatten springen kann. Dass ich es so persönlich nehmen würde, war zum Zeitpunkt, an dem ich zugesagt habe, einfach nicht absehbar gewesen. Tut mir leid, dass es soweit gekommen ist, aber mein Herz lässt es nicht zu, in dieser Sendung weiterhin mitzumachen. Mein Fehler – sorry! Den Kandidatinnen und Kandidaten und der Sendung wünsche ich alles Gute.»
Für Gölä ist MusicStar zu viel Show und zu wenig Musik, auch wenn «Schluss mit dem Tanzscheiss» war. Mit ihrer Entscheidung für Leonardo und gegen Gioia haben die Kandidaten Gölä jetzt offenbar den Rest gegeben. Die Chancen, dass aus der Sendung ein wirklich talentierter Musiker hervorgeht, sind minim. Gölä sieht somit für sich keine Zukunft mehr bei MusicStar.
Für das Schweizer Fernsehen ist guter Rat nun teuer: Mit Gölä verlässt genau jenes Mitglied die Jury, welches die grösste musikalische Kompetenz mitbringt.
Auf die Schnelle einen Ersatz zu finden, wird keine einfache Aufgabe sein. Altgediente MusicStar-Juroren stehen keine zur Verfügung: Chris von Rohr ist mit Krokus auf Tournee, Detlef D! Soost hat mit Musik wenig am Hut und war vor allem für die Tanz-Einlagen zuständig.
Und mit einer Rückkehr von Noëmi Nadelmann oder Mia Aegerter rechnet ohnehin niemand. Kommt hinzu, dass Roman Kilchsperger in Kürze zum zweiten Mal Papi wird – vielleicht sogar am Sonntagabend. Aber Fabienne Heyne muss sicher nicht alleine auf der Jury-Couch im Theater 11 sitzen: Artemis Gounaki, in der letzten Staffel noch Vocal-Coach, übernimmt Göläs Juroren-Part in der nächsten Sendung.
Allerdings wird sie kaum bis zum Ende der Staffel bleiben. Aber Vielleicht sind die Juroren sowieso überflüssig. Die Kandidaten haben bewiesen, dass sie MusicStar auch ganz alleine in den Sand setzen können. (zeb)
Dachte man zuerst an eine Flucht aus Frust, zeigt sich jetzt, was der Büezer vom Format MusicStar hält. Und das ist offenbar nicht viel. Am Sonntag meinte er zu fast allen Kandidaten, sie sollten sich jetzt endlich in den Hintern kneifen. Die Abwahl von Gioia – die sich in erster Linie in der Songwahl vergriffen hatte – brachte das Fass dann endgültig zum Überlaufen.
Gölä: «Ich habe ja gewusst, wie die Sendung abläuft. Aber es scheint, dass ich nicht über meinen Schatten springen kann. Dass ich es so persönlich nehmen würde, war zum Zeitpunkt, an dem ich zugesagt habe, einfach nicht absehbar gewesen. Tut mir leid, dass es soweit gekommen ist, aber mein Herz lässt es nicht zu, in dieser Sendung weiterhin mitzumachen. Mein Fehler – sorry! Den Kandidatinnen und Kandidaten und der Sendung wünsche ich alles Gute.»
Für Gölä ist MusicStar zu viel Show und zu wenig Musik, auch wenn «Schluss mit dem Tanzscheiss» war. Mit ihrer Entscheidung für Leonardo und gegen Gioia haben die Kandidaten Gölä jetzt offenbar den Rest gegeben. Die Chancen, dass aus der Sendung ein wirklich talentierter Musiker hervorgeht, sind minim. Gölä sieht somit für sich keine Zukunft mehr bei MusicStar.
Für das Schweizer Fernsehen ist guter Rat nun teuer: Mit Gölä verlässt genau jenes Mitglied die Jury, welches die grösste musikalische Kompetenz mitbringt.
Auf die Schnelle einen Ersatz zu finden, wird keine einfache Aufgabe sein. Altgediente MusicStar-Juroren stehen keine zur Verfügung: Chris von Rohr ist mit Krokus auf Tournee, Detlef D! Soost hat mit Musik wenig am Hut und war vor allem für die Tanz-Einlagen zuständig.
Und mit einer Rückkehr von Noëmi Nadelmann oder Mia Aegerter rechnet ohnehin niemand. Kommt hinzu, dass Roman Kilchsperger in Kürze zum zweiten Mal Papi wird – vielleicht sogar am Sonntagabend. Aber Fabienne Heyne muss sicher nicht alleine auf der Jury-Couch im Theater 11 sitzen: Artemis Gounaki, in der letzten Staffel noch Vocal-Coach, übernimmt Göläs Juroren-Part in der nächsten Sendung.
Allerdings wird sie kaum bis zum Ende der Staffel bleiben. Aber Vielleicht sind die Juroren sowieso überflüssig. Die Kandidaten haben bewiesen, dass sie MusicStar auch ganz alleine in den Sand setzen können. (zeb)
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