Gölä flüchtet vor MusicStar!
ZÜRICH – Die erste Sendung aus dem Theater 11 sollte eine grosse Show werden. Doch die Kandidaten enttäuschten, Gölä dampfte sauer ab.
Aktualisiert um 14:58 | 23.02.2009
Brillieren konnte gestern nur Raquel Rodo. Von der 24-Jährigen mit spanischen Wurzeln ist man sich das ja mittlerweile gewohnt. Gestern sorgte sie mit ihrer Version von Toni Braxtons «Un-Break My Heart» für grosse Emotionen und erhielt von der Jury dreimal die Note 10 – inklusive Standing Ovations. Aber ein einzelner Lichtblick bringt bei so viel Schatten leider MusicStar nicht zum Strahlen.
Und Raquels Konkurrenz fiel deutlich ab: Die Juroren hatten denn auch wenig Freude an den Kandidaten. Alles schon mal gesehen, lautete der Grundtenor. Gölä meinte, es sei jetzt an der Zeit, sich endlich mal ins «Füdle z chlemme».
Was man gestern bei den MusicStars auch wirklich vermisste. Der Wille, dem Publikum im Theater 11 eine gute Show zu bieten, war nicht erkennbar. Die Kandidaten schienen sich damit zu begnügen, ihre Performance irgendwie über die Bühne zu bringen. Nur Florina konnte mit ihrem Girlie-Auftritt noch einigermassen überzeugen. Ansonsten waren solide Darbietungen das höchste der Gefühle, wie etwa bei Michu Stalder oder Michael Lascar.
Jenny traf zwar für einmal die Töne, ihr Tina-Turner-Auftritt hätte allerdings besser in ein Bierzelt als auf eine Showbühne gepasst. Ihr vielleicht Bald-Schatz Leonardo verwechselte sexy Hüftschwung mit plumpem Luft-Koitus, die Quittung folgte durch die Zuschauer, die ihn nicht in die nächste Sendung wählten.
Dort musste er zusammen mit Gioia auf das Friendship-Ticket hoffen. Das MusicStar-Küken hatte zuvor mit «Déjà Vu» von Beyoncé auch nicht gerade brilliert. Trotzdem: Die 16-Jährige kann wirklich singen. Aber in der nächsten Sendung kann es die Baselbieterin nicht mehr beweisen, die anderen Kandidaten gaben Leo noch eine Chance.
Allerdings nicht, weil er ihrer Ansicht nach grösseres Potential hat. Sondern weil Gioia ja noch so jung sei und ihren Weg ohnehin machen werde. Ausserdem müsse sie erst die Schule abschliessen. Leonardo hingegen sei «halt einfach ein Verkäufer» und habe nur diese eine Chance.
Es hatte zuvor ganz anders getönt: Das Friendship-Ticket werde nach qualitativen Gesichtspunkten vergeben, hiess es bei den Kandidaten. Es kam anders, MusicStar verkommt endgültig zur Wohlfühl-Oase ohne Pep.
Entsprechend sauer war denn auch Gölä. Die Lieblings-Kandidatin des Mundart-Rockers – letzte Woche bot er Gioia schon fast einen Plattenvertrag an – ist nicht mehr in der Sendung. Nach der Entscheidung stürmte er sofort aus dem Saal, auch Jury-Kollege Kilchsperger machte sich aus dem Staub.
Man kann die beiden irgendwie verstehen, das Gebotene war einer grossen Unterhaltungs-Show mehr als unwürdig. Und die MusicStars würden gut daran tun, Göläs Ratschlag zu beherzigen. Denn nach vier Sendungen ist die Schonfrist definitiv vorbei. (zeb)
Und Raquels Konkurrenz fiel deutlich ab: Die Juroren hatten denn auch wenig Freude an den Kandidaten. Alles schon mal gesehen, lautete der Grundtenor. Gölä meinte, es sei jetzt an der Zeit, sich endlich mal ins «Füdle z chlemme».
Was man gestern bei den MusicStars auch wirklich vermisste. Der Wille, dem Publikum im Theater 11 eine gute Show zu bieten, war nicht erkennbar. Die Kandidaten schienen sich damit zu begnügen, ihre Performance irgendwie über die Bühne zu bringen. Nur Florina konnte mit ihrem Girlie-Auftritt noch einigermassen überzeugen. Ansonsten waren solide Darbietungen das höchste der Gefühle, wie etwa bei Michu Stalder oder Michael Lascar.
Jenny traf zwar für einmal die Töne, ihr Tina-Turner-Auftritt hätte allerdings besser in ein Bierzelt als auf eine Showbühne gepasst. Ihr vielleicht Bald-Schatz Leonardo verwechselte sexy Hüftschwung mit plumpem Luft-Koitus, die Quittung folgte durch die Zuschauer, die ihn nicht in die nächste Sendung wählten.
Dort musste er zusammen mit Gioia auf das Friendship-Ticket hoffen. Das MusicStar-Küken hatte zuvor mit «Déjà Vu» von Beyoncé auch nicht gerade brilliert. Trotzdem: Die 16-Jährige kann wirklich singen. Aber in der nächsten Sendung kann es die Baselbieterin nicht mehr beweisen, die anderen Kandidaten gaben Leo noch eine Chance.
Allerdings nicht, weil er ihrer Ansicht nach grösseres Potential hat. Sondern weil Gioia ja noch so jung sei und ihren Weg ohnehin machen werde. Ausserdem müsse sie erst die Schule abschliessen. Leonardo hingegen sei «halt einfach ein Verkäufer» und habe nur diese eine Chance.
Es hatte zuvor ganz anders getönt: Das Friendship-Ticket werde nach qualitativen Gesichtspunkten vergeben, hiess es bei den Kandidaten. Es kam anders, MusicStar verkommt endgültig zur Wohlfühl-Oase ohne Pep.
Entsprechend sauer war denn auch Gölä. Die Lieblings-Kandidatin des Mundart-Rockers – letzte Woche bot er Gioia schon fast einen Plattenvertrag an – ist nicht mehr in der Sendung. Nach der Entscheidung stürmte er sofort aus dem Saal, auch Jury-Kollege Kilchsperger machte sich aus dem Staub.
Man kann die beiden irgendwie verstehen, das Gebotene war einer grossen Unterhaltungs-Show mehr als unwürdig. Und die MusicStars würden gut daran tun, Göläs Ratschlag zu beherzigen. Denn nach vier Sendungen ist die Schonfrist definitiv vorbei. (zeb)
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