Ausdrucken Weiterleiten
 

Abt Martin Werlen: Schockiert über das Skandal-Video von Ex-Swissmetal-CEO Hellweg

Nackte Nonnen und Homo-Orgien im Kloster – das weckt Abt Martins heiligen Zorn!

Von Lukas Rüttimann | Aktualisiert um 11:02 | 09.02.2010
«Die Fassade des Klosters Einsiedeln muss sich nicht für alles hergeben.» Abt Martin Werlen (RDB/Sabine Wunderlin)
MILK67: «White Monks».
MILK67: «White Monks».
MILK67: «White Monks».
MILK67: «White Monks».
MILK67: «White Monks».
MILK67: «White Monks».
MILK67: «White Monks». (Screenshot Youtube)
ADV 1: Heute in der Zeitung BLICK
ADV 2: BLICK abonnieren
ADV 3: Bequem zum e-BLICK
Er ist eigentlich ein besonnener Mann. Doch als Abt Martin Werlen (47) am Samstag im BLICK lesen musste, dass der ehemalige Swissmetal-Chef Martin Hellweg (42) mit seinem Techno-Projekt «Milk67» sein Kloster Einsiedeln missbrauchte, macht den Gottesdiener wütend.

Denn im Video zum Track «White Monks» (deutsch: «Weis­se Mönche») gehts nicht besonders christlich zu und her: Eine nackte Nonne rennt durch den Wald und flüchtet anschlies­send ins Kloster Einsiedeln, wo nackte junge Männer eine Art Schwulen-Orgie veranstalten und aus einem Weihwasserbecken eine milchige Flüssigkeit schlürfen.

Das will Abt Werlen nicht auf seinem Kloster sitzen lassen. «Das Kloster Einsiedeln distanziert sich in aller Form von diesem Projekt», sagt er gegenüber BLICK. Das Kloster habe weder eine Dreherlaubnis auf seinem Territorium erteilt noch vom Videodreh Kenntnis gehabt.

Bereits ist Klage eingereicht

«Die Fassade des Klosters Einsiedeln muss sich nicht für alles hergeben», sagt Werlen. Schon früher sei das Kloster für Werbefilme missbraucht worden, in diesem Fall wehre man sich: «Wir haben umgehend strafrechtliche Schritte eingeleitet.»

Er kenne Hellweg nicht persönlich – und was der Manager in seiner Freizeit mache, sei seine Sache. Auch dass der Skandalfilm ausgerechnet von einem Wirtschaftsboss produziert wurde, der sich als knallharter Job-Killer und «Bösewicht von Reconvilier» einen Namen machte, tut für den Abt nichts zu Sache: «Mir geht es einzig und allein um die Fairness, die mit diesem Video ganz bestimmt nicht respektiert wurde.»

Er habe nichts gegen Kunst, und grundsätzlich sei auch ein Video mit dem Kloster möglich: «Aber nur wenn der Inhalt mit unseren Idealen übereinstimmt. Und das ist hier ganz sicher nicht der Fall.»
Manager Martin Hellweg. (RDB)
Manager Martin Hellweg. (RDB)


Das sagen Blick.ch-Leser
Marcel, Luzern - 00:33 | 09.02.2010
» Scheint als hätte es die katholische Kirche an einem wunden punkt getroffen. Es scheint langsam an der Zeit, dass diese verlogene Institution Kirche der Wahrheit ins Gesicht schaut. Oder wie lange wollen sie der Realität noch den Rücken zuwenden?
Richard Meier, Bern - 00:00 | 09.02.2010
» Grundsätzlich gilt die Freiheit der Kunst. Das Problem ist, dass es heute soviel "Kunst" gibt, dass das meiste davon gar nicht zur Kenntnis genommen wird. Also begeht man einen Tabubruch: "Allerheiligstes" trifft auf Obzönität. Das ist zwar nicht neu, aber die Medien mischen das immer wieder gerne neu auf. Schlussendlich gehts nur darum, dass die Kasse klingelt.
michel koeb, montady - 09:38 | 08.02.2010
» Ach! nur nicht so tun...Die Katholische Kirche ist alles andere als eine vorbildliche Institution....Orgien gabs in Klöster schon im Mittelalter.... die Priester und andere Lehrer waren nicht immer heilig....Skandale über Skandale haben doch diese Kirche in den letzten Jahren doch erschüttert oder?
Rudolf Neff, Pfäffikon - 08:01 | 08.02.2010
» Also schockierend ist dies ja wohl nicht. Ein Schockvideo stelle ich mir anders vor. Es handelt sich um eine künstlerische Interpretation. Der Einblender des Kloster Einsiedelns könnte auch jedes andere Kloster sein.
Peter Zimmermann, The Entrance - 07:54 | 08.02.2010
» Patrizia, wer ohne Fehler ist werfe den ersten Stein! Kein Kloster oder "Kirchen Gebaeude" in keiner denomination wuerde solche Buehnenstuecke vor deren Toren tolerieren!
Marktplatz