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Nur 25000 wollten «Cargo» sehen: Intergalaktischer Superflop

Es sollte der erste ­Science-Fiction-Hit aus der Schweiz werden. Doch ausser den Kosten von fünf Millionen Franken fand daran kaum jemand etwas aufregend.

Von Aurelia Forrer | Aktualisiert um 12:40 | 08.11.2009
(Dominik Baumann/BLICK)
Die Regisseure Ivan Engler und Ralph Etter (Dominik Baumann/BLICK)
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Nach sechs Wochen auf der Leinwand ist klar: Der erste Schweizer Science-Fiction-Film «Cargo» ist eine Pleite. Drei Wochen lang sahen täglich bloss 1000 Zuschauer die Geschichte des Raumfrachters Kassandra, in den letzten 20 Tagen waren es nur noch 1000 pro Woche, insgesamt also knapp 25000.

«Natürlich waren wir enttäuscht. Wir erwarteten einen Start wie bei ‹Grounding› oder ‹Eugen›», sagt Roman Güttinger (39) vom Filmverleih Ascot Elite. Heute läuft «Cargo» in sieben Schweizer Kinos, in manchen aber nur am Wochenende.

Fünf Millionen hat die Produk­tion gekostet. Dennoch will Regisseur Ivan Engler (38) nichts von Flop wissen: «Wir bekamen Material und Dienstleistungen von etwa drei Millionen Franken gesponsert. Das ist Geld, das man so nicht zählen kann, das aber im Gesamtbudget aufgeführt wird.» Effektiv geflossen seien nur zwei Millionen.

1,6 Mio. steuerten das Bundesamt für Kultur, das Schweizer Fernsehen, die Zürcher Filmstiftung und die Kulturförderung St. Gallen bei. Beim Rest handelt es sich um eingeschossenes Privatvermögen seines Produzenten Marcel Wolfisberg (33) und von Engler selbst: «Ich bin ziemlich zuversichtlich, dass wir unsere Investi­tionen längerfristig zurückerhalten.»

In der Schweiz wird «Cargo» nicht so viel einspielen. «Das ist ohnehin eine Milchbuchrechnung», wehrt sich Engler. Das Geld wolle man mit dem Verkauf der Filmrechte in weitere Länder einholen. Engler: «In fünf Ländern wurde ‹Cargo› bereits verkauft. Vielleicht sind es am Ende 30.»
Ungesehen: Bisher lockte «Cargo» nur wenige Schweizer in die Kinos.
Ungesehen: Bisher lockte «Cargo» nur wenige Schweizer in die Kinos.
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