- Patrick Zumbühl, Emmenbrücke - 10:09 | 23.04.2009
- » Ich ziehe ganz klar die deutsche Fassung vor. Wenn ich ins Kino gehe, möchte ich den Film SEHEN und nicht LESEN. Ausserdem kenne ich aus dem TV die Synchronstimme der Stars und nicht die Originalstimme. Also möchte ich auch im Kino die mir vertraute Stimme hören.
- Dan Zürcher, Zürich - 22:01 | 22.04.2009
- » Zum Glück giebt es bei uns in Zürich Kinos welchen den selben Film zur selben Zeit in Deutsch und Englisch (DE/FR UT) zeigen. Nur komisch dass der Saal in Deutsch meist besser besezt ist.;-) Zur Übersetzung kann ich noch sagen, dass im Deutschprachige Raum wohl niemand das deutsche Wort für Motherf... benutzt. Oder? Also erst Hirn einschalten, denn die Übersetzung soll ja sinngemäss sein, was auch mit der Sprachregion zusammen hängt.;-)
- willy müller, arlesheim - 16:27 | 22.04.2009
- » Es gibt auch Leute, die nicht gut oder gar nicht Englisch können. Für die ist das Lesen der Untertitel ziemlich mühsam, da man dabei viel vom Film selber nicht mitbekommt. Deshalb sollte es bleiben, wie bislang: Eine Version auf D, eine in E (mit Untertiteln). Ich finde viele Aussagen hier sehr arrogant! PS: Ich selber bin zweisprachig und würde niemals so herablassend über jemanden reden, der Englisch schlechter beherrscht als ich!
- Marc Whatever, Malaysia - 16:18 | 22.04.2009
- » Gute Filme sollte man sich immer im Originalton reinziehen....denn so wurden sie ja auch gedreht. All jene die das nicht begreifen können sich diese dann später auf DVD kaufen und trotz Übersetzung nur die Hälfte mitkriegen.......ein bischen Anstrengung braucht es auch hier!
- Mike Cinema, Zürich - 16:09 | 22.04.2009
- » Man sollte auch weiterhin die Auswahl haben...zeigt von mir aus am Nachmittag die deutsche Fassung, aber lasst bitte die Blockbuster zur Primetime im englischen Originalton!!
In Schweizer Kinos tobt der Sprachenkrieg: «Motherfucker» versus «Schweinebacke»
Leinwandhelden wie Bruce Willis sprachen in der Schweiz immer Englisch. Das ist seit ein paar Jahren nicht mehr so. Jetzt regt sich Widerstand.
Von Gabriel Brönnimann | Aktualisiert um 10:54 | 22.04.2009
«Schweinebacke!», flucht Kult-Cop John McClane (Bruce Willis, 54) in den deutschen Fassungen der «Die Hard»-Filme. Auf Englisch stirbt er zwar nicht härter, teilt aber härter aus: «Schweinebacke» steht für «Motherfucker».
Noch vor kurzem war es in der Schweiz unmöglich, der «Titanic» (1997) auf Deutsch beim Sinken zuzusehen. «I’ll never let go, Jack!» seufzt Kate Winslet (33). Alle verstanden. Mit oder ohne Untertitel.
Diese Zeiten sind vorbei. Schon 2007 werden erstmals mehr als 50 Prozent der Eintritte für Synchronfassungen verzeichnet. Heute sind die echten Stimmen der Stars kaum mehr zu hören. Der Action-Hit «Fast & Furious» läuft zwar in 58 Schweizer Ortschaften, doch nur in vieren brummt Vin Diesel (41) mit seinem New Yorker Akzent.
Nicht besser ist es bei Jason Statham (37) in «Crank 2: High Voltage»: Nur in Wettingen AG, Zürich und Basel gibts das Lästermaul im Original, sonst flucht der Brite überall deutsch. Sogar die Pop-Comedy «The Boat that Rocked» rockt mehrheitlich deutsch!
Den Filmfans reichts. Ihr Widerstand kommt aus Facebook: In Gruppen wie «Edf forever» (2000 Mitglieder), «Synchronstimmen gehören nicht ins Kino!» (200) oder «Please get multilingual!» (160) attackieren sie die deutsche Welle und drohen mit Kino-Boykott.
Martin Stucki, Pressesprecher von Universal Pictures Schweiz, kann die Fans verstehen. Doch er sagt: «Die Kinobetreiber bestimmen aufgrund des Publikumsgeschmacks, ob sie Original- oder synchronisierte Kopien zeigen. Der Trend läuft ganz klar zum Deutschen. Man muss auch bedenken, dass die untertitelten Originalfassungen für die Verleiher teurer sind als die Synchronfassungen.»
«Englische Fassungen haben kaum Besucher», so Antonio Annecchiarico, Direktor der Kinos Pathé Dietlikon ZH und Küchlin Basel. Auch in Städten gewinne Deutsch an Boden: «In Basel etwa nehmen Besucher deutscher Fassungen deutlich zu.» Mit den teureren Originalen habe das nichts zu tun: «Es geht allein um die Nachfrage.»
Gibts bald nur noch «Schweinebacke», auch in Städten? Eine Horror-Vorstellung für echte Film-Freaks. Eines ist klar: Im Zeitalter von Blu-Ray und Internet geht diese Rechnung kaum auf.
Was ziehen Sie vor? Synchronisierte Filme oder solche in Originalfassung? Schreiben Sie uns Ihre Meinung!
Noch vor kurzem war es in der Schweiz unmöglich, der «Titanic» (1997) auf Deutsch beim Sinken zuzusehen. «I’ll never let go, Jack!» seufzt Kate Winslet (33). Alle verstanden. Mit oder ohne Untertitel.
Diese Zeiten sind vorbei. Schon 2007 werden erstmals mehr als 50 Prozent der Eintritte für Synchronfassungen verzeichnet. Heute sind die echten Stimmen der Stars kaum mehr zu hören. Der Action-Hit «Fast & Furious» läuft zwar in 58 Schweizer Ortschaften, doch nur in vieren brummt Vin Diesel (41) mit seinem New Yorker Akzent.
Nicht besser ist es bei Jason Statham (37) in «Crank 2: High Voltage»: Nur in Wettingen AG, Zürich und Basel gibts das Lästermaul im Original, sonst flucht der Brite überall deutsch. Sogar die Pop-Comedy «The Boat that Rocked» rockt mehrheitlich deutsch!
Den Filmfans reichts. Ihr Widerstand kommt aus Facebook: In Gruppen wie «Edf forever» (2000 Mitglieder), «Synchronstimmen gehören nicht ins Kino!» (200) oder «Please get multilingual!» (160) attackieren sie die deutsche Welle und drohen mit Kino-Boykott.
Martin Stucki, Pressesprecher von Universal Pictures Schweiz, kann die Fans verstehen. Doch er sagt: «Die Kinobetreiber bestimmen aufgrund des Publikumsgeschmacks, ob sie Original- oder synchronisierte Kopien zeigen. Der Trend läuft ganz klar zum Deutschen. Man muss auch bedenken, dass die untertitelten Originalfassungen für die Verleiher teurer sind als die Synchronfassungen.»
«Englische Fassungen haben kaum Besucher», so Antonio Annecchiarico, Direktor der Kinos Pathé Dietlikon ZH und Küchlin Basel. Auch in Städten gewinne Deutsch an Boden: «In Basel etwa nehmen Besucher deutscher Fassungen deutlich zu.» Mit den teureren Originalen habe das nichts zu tun: «Es geht allein um die Nachfrage.»
Gibts bald nur noch «Schweinebacke», auch in Städten? Eine Horror-Vorstellung für echte Film-Freaks. Eines ist klar: Im Zeitalter von Blu-Ray und Internet geht diese Rechnung kaum auf.
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