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Test: Tekken 6 Prügler in Hochform

Die populäre «Tekken»-Reihe feiert heute ihr Debüt auf den aktuellen Konsolen. Die neue Technik reizt das Game zwar definitiv nicht aus, dafür kann es mit anderen Qualitäten punkten.

Von Martin Steiner | Aktualisiert um 16:39 | 30.10.2009
Catfight mit Zebrastreifen: Auch Tierliebhaber kommen mit «Tekken 6» auf ihre Kosten.
Im «Scenario Campaign»-Modus arten die Duelle in grössere Massenschlägereien aus.
41 Kämpfer, davon jeder mit rund 100 verschiedenen Aktionen und dazu mindestens so vielen freischaltbaren Kostümen: In Sachen Umfang übertrumpft «Tekken 6» momentan jedes andere Prügelspiel auf dem Markt. Dabei schafft es das Spiel, sowohl Serienneulingen als auch alten Hasen – die locker mal eine 10fach-Combo aus den Fingern schütteln – zu packen.

Zwar hat fast jeder bestehende Charakter einige neue Angriffe erhalten. Wer aber bereits die letzten Ausgaben gespielt hat, fühlt sich mit seinem Liebling schnell wieder auf der Höhe. Die Steuerung für die Hiebe und Tritte ist bei den meisten Figuren grösstenteils dieselbe geblieben – und gehört nach wie vor zum Besten, was das Genre zu bieten hat.

Der Arcade-Modus lässt sich sowohl offline und neu auch online gegen andere Spieler zocken. Dabei erhält jeder Spieler eine Kampfstatistik, anhand dessen sich seine Stärke ablesen lässt. Aber auch im Offline-Modus kommt jeder Gegner mit einem (fingierten) Benutzernamen daher, was das Online-Erlebnis sehr gut simuliert. Zudem lassen sich von den besten Fightern so genannte Ghosts herunterladen, die das Verhalten des entsprechenden Spielers simulieren.

Wichtigste Neuerung ist der «Scenario Campaign»-Modus. Zuerst nur mit den neuen Charakteren Lars und Alisa hat der Spieler innerhalb einer kruden und deswegen auch manchmal unfreiwillig komischen Story verschiedene Abschnitte zu absolvieren. Diese sind zuerst mit einfach zu besiegenden Gegnern gefüllt, bevor am Ende jedes Levels ein Boss in Form von einem der anderen 40 Fightern besteht. Dabei steht jeder besiegte Endgegner danach als spielbarer Charakter zur Verfügung.

Für das Erfüllen jedes Abschnitts gibt es nicht nur Geld, sondern auch neue Teile der fast unzähligen Kostüme. Dabei verfügt jedes Kleidungsstück wie in einem Rollenspiel über eine Eigenschaft wie etwa stärkere Angriffe, mehr Lebensenergie oder ein gewisse Chance, den Gegner mit Feuer einzudecken. Diese Teile lassen sich dann in den «normalen» Kämpfen tragen, allerdings ohne die Boni.

Die gelungene Kampagne hat nur einen kleinen Schönheitsfehler: Der Schwierigkeitsgrad ist zu Beginn – noch ohne entsprechende Ausrüstung – sehr hoch und wird danach immer einfacher. Im Rest des Spiels fallen die unzähligen und meist einen Tick zu lange dauernden Ladezeiten negativ ins Gewicht. Auch grafisch ist das Game nicht ganz auf der Höhe der Technik. Besonders die Umgebungen sehen des Öfteren etwas gar trist und detailarm aus. Dafür läuft das Game stabil und komplett ruckelfrei mit 60 Bildern pro Sekunde.

Dies sind aber nur kleine Mängel in einem ansonsten rundum gelungenen Prügler, der mit seiner Kampagne, perfekter Spielbarkeit und dem riesigen Umfang überzeugt. So lässt das Game kaum Wünsche übrig und gehört zum Besten, was die «Tekken»-Serie je hervorgebracht hat.
Wertung
Game:
Tekken 6
Overall
9
Im «Scenario Campaign»-Modus arten die Duelle in grössere Massenschlägereien aus.
Im «Scenario Campaign»-Modus arten die Duelle in grössere Massenschlägereien aus.


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