PLANICA (SLO) – Super-Simi ist auch als Skiflieger nicht zu stoppen! An der Skiflug-WM in Planica liegt er zur Halbzeit vor Adam Malysz in Führung! Durchgang 3 und 4 folgen am Samstag (ab 10.15 Uhr im Live-Ticker auf Blick.ch).
Super-Simi macht an der Skiflug-WM dort weiter, wo er im Weltcup aufgehört hat! Vor den beiden Wettkämpfen vom Samstag (ab 10.15 Uhr im Live-Ticker auf Blick.ch) weist der Doppel-Doppel-Olympiasieger nach Flügen auf 215,5 und 216 m 2,8 Punkte Vorsprung auf Adam Malysz auf.
Der Pole und Ammann sind der Konkurrenz weit voraus. Der Kreis der weiteren Medaillenanwärter beginnt mit Gregor Schlierenzauer (Ö) und umfasst weitere fünf Athleten.
Das Duell zwischen Simon Ammann und Adam Malysz ist in dieser Saison nicht neu. Es dauert seit den Olympischen Winterspielen in Vancouver an und geht immer zugunsten des Schweizers aus.
Nach dem ersten Durchgang liegt der Pole aber leicht im Vorteil. Malysz fliegt mit 217,5 m um zwei Meter weiter als Ammann. Weil beim Olympiasieger die Windkompensation mehr Punkte abwirft, beträgt die Differenz aber nur einen halben Punkt.
Der Beginn des Wettkampfes ist von Seitenwind und Windturbulenzen beeinträchtigt. Mit hereinbrechendem Abend werden die Verhältnisse stabiler. Im ersten Durchgang steht Robert Kranjec (Sln) mit 223 m die grösste Weite.
In der zweiten Serie setzt der frühere Kombinierer David Zauner (Ö) bei der gleichen Marke auf, was ebenfalls Bestweite bedeutet.
Der aus dem Jahre 2005 stammende Weltrekord des Norwegers Björn Einar Romoerens von 239 m steht jedoch nie in Gefahr, und auch Simon Ammanns persönliche Bestweite von 225,5 m hat weiterhin Bestand. (Si/wst)
So lief der zweite Durchgang
++ Adam Malysz landet bei 215 m – ist kürzer als Simi. Die Noten werden entscheiden. Der Pole wird zweiter – 2,8 Punkte zurück. Morgen gehts weiter mit den letzten zwei Durchgängen.
++ Völlig losgelöst segelt Simon auf 216,5 m. Das bei schlechten Bedingungen – er geht klar in Führung.
++ Schlierenzauer (205 ,9) übernimmt die Führung. Anders Jacobsen (194,5) greift fast in den Schnee.
++ Wenig Anlauf und Rückenwind – nichts für Rekordhalter Romoeren (239 m). Er landet bei 196,5 m
++ Noch fünf Flieger stehen oben am Balken.
++ Der Einheimische Robert Kranjec fliegt aggressiv weg, aber landet bei 203,5 m. Loitzl bleibt in Führung. Er gilt zusammen mit Andreas Küttel (nicht am Start) als kräftigster Abspringer.
++ Auch Wolfgang Loitzl fliegt – 211,5 m und löst seinen Landsmann ab. Trainer Alexander Pointner kann wieder lachen.
++ Die Jury verkürzt den Anlauf. Alle sind skeptisch. Simon Ammann wird es freuen. Koch fliegt auf 206 m bei Windstille – Rang 1.
++ Martin Koch, einer der besten österreichischen Flieger, will an dieser WM aufs Podest. Aber die Sonne in Planica ist hinter dem Gebirge verschwunden. Wenig Thermik, was machen die besten Flieger daraus?
++ Doch weder Morgenstern (211,5 m) noch der Japaner Kasai (209,5 m) schaffen die Hill-Size von 215 m. Der Aufwind fehlt.
++ Die Frage jetzt: Wird die Jury verkürzen, wenn die Topstars auf dem Balken sitzen..
++ Der junge David Zauner, früher ein Nordisch Kombinierer, segelt auf 223 Meter. Er hat den Tournee-Sieger Andreas Kofler aus dem österreichischen Team geworfen. Zu recht, wie das Ergebnis zeigt.
++ Hautamäki kann heute Abend wieder ein paar Bier trinken. Der Finne landet bei 204 m – und geht in Führung. Das wird er in einer der vielen Kneipen in Planica feiern.
++ Viele Springer sind müde. Die Saison war lang. Es schleichen sich immer wieder Fehler ein: zu spät am Bakken, zu wackeling im Flug. Neu führt der Pole Kamil Stoch (207,5 m). Er springt die bisherige Bestweite in diesem zweiten Durchgang.
++ Dieser zweite von 4 Durchgängen zeigt bereits jetzt: Um den WM-Titel kämpfen nur noch elf Flieger. Der Rest fliegt zum Plausch, sucht den Adrenalin-Kick. Aber nicht die Medaillen.
++ Der junge Deutsche Richard Freitag (18) schafft 198,5 m, persönliche Bestweite
++ Rückenwind bläst in Planica – schlecht für die Springer. Aber wenigstens keine seitlichen Turbulenzen mehr – Uhrmann bleibt in Führung.
++ Michael Uhrmann (De) knackt die magische Grenze knapp – 201 Meter. Er geht klar in Führung.
++ Janne Ahonen (189,5 m) – neu mit Bart – wackelt in der Luft. Seine Zeit als Spitzenflieger ist vorbei. Wird aber die nächste Saison weiterhin im Weltcup springen. In Finnland fehlt der Nachwuchs
++ Wieviele Flieger schaffen im zweiten Durchgang die magische 200-m-Grenze? Im ersten Durchgang waren es 16 von 40 Athleten.
++ Die 30 besten des ersten Durchgangs sind bereit – sie alle dürfen die restlichen drei Wertungssprünge ( 2 am Samstag) machen.
++ Der zweite Durchgang beginnt in zwei Minuten.
So lief der erste Durchgang
++ Platz 2 für Super-Simi!!! Nur 0.5 Punkte hinter Malysz!!! Da ist noch gar nichts gegessen!!!
++ Simi kommt gut weg vom Tisch! 215.5 Meter für Super-Simi! Was meinen die Punkterichter?
++ Guter Flug von Gregor Schlierenzauer! Der Zweite des Gesamtweltcups schaffts auf 209.5 Meter und klassiert sich auf Platz 3! Jetzt kommt Simon Ammann!
++ Morgi springt hoch weg! Doch er landet bei nur 196.5 Metern. Das reicht nicht für die Spitzenplätze. Der Österreicher ist Zwölfter im Zwischenklassement.
++ Jawohl! Malysz übernimmt mit 0.7 Punkten Vorsprung die Führung! Jetzt Thomas Morgenstern...
++ 217.5 Meter für Adam Malysz! Ist das die Führung?
++ Gut dabei ist auch Wolfgang Loitzl. Doch der Österreicher landet bei 207 Metern – Platz 5! Was zeigt Malysz?
++ Anders Jacobsen fliegt weit! Sehr weit! Der Norweger landet bei 217 Metern und übernimmt die Spitze von seinem Landsmann Romoeren!
++ 208.5 Meter für Martin Koch! Platz 4 für den Österreicher!
++ Die Jury hat die Start-Luke wieder runtergesetzt! Die 214.5 Meter von Romoeren bedeuten damit die Führung!!! Toller Satz des Norwegers!
++ Riesen-Satz von Robert Kranjec! Der Lokalmatador landet bei 223.5 Meter! Aber auch das reicht nicht für die Spitze! Der Tscheche hatte Aufwind, der ihm Abzüge beschert! Jetzt der Weltrekordhalter Björn Einar Romoeren!
++ Ahonen landet bei 182 Meter – Platz 17.
++ Simi Ammann lockert oben nochmals seine Beine. Er ist offensichtlich voll konzentriert und beobachtet die Schanze. Bald ist er dran...
++ Nach Michael Uhrmann (185.5 Meter, Platz 15) kommen jetzt die besten zehn Springer des Weltcups. Den Anfang macht «Königsadler» Janne Ahonen.
++ Toller Sprung von Harri Olli! Der Finne übernimmt mit 215.5 Metern die Spitze, elf Punkte vor Landsmann Happonen.
++ Der Franzose Emmanuel Chedal springt mit 210 Metern auf Platz 2! Das war stark!
++ 215.5 Meter für Noriaki Kasai! Mit allen Abzügen reicht das dem Japaner aber nur für Platz 3. Die Enttäuschung ist ihm anzusehen.
++ 199.5 Meter für Johan Remen Evensen. Platz 4 für den Norweger.
++ Starker Sprung von Antonin Hajek. Der Tscheche fliegt auf 203.5 Meter und landet damit auf Platz 2. Es führt noch immer Happonen vor Hajek und Hautamaeki.
+++ Simon Ammanns verpatzter Probedurchgang ist übrigens mit grosser Vorsicht zu geniessen: Zum Einen waren die Windverhältnisse alles andere als normal, und zum Anderen hat Simi ja auch in Oslo den Probedurchgang verhauen und danach richtig abgesahnt!
++ Matti Hautamaeki landet bei 193.5 Meter und verdrängt damit Jernej Damjan von Platz 2.
++ Jetzt ist der Grund für den Unterbruch klar: Ein Windmesser war ausgefallen, der zuerst repariert werden musste.
++ Ja, Damjans Sprung zählt! Aber warum der Wettkampf unterbrochen war, ist unklar. Auf jeden Fall gehts jetzt wieder weiter. Martin Schmitt ist an der Reihe: Der Deutsche landet bei 194 Meter! Das ist Platz 3!
++ Jetzt hats wieder ein Springer auf 200 Meter geschafft. Der Slowene Jernej Damjan wäre damit Zweiter. Aber zählt sein Sprung auch? Der Wettkampf ist unterbrochen.
++ Der Italiener Sebastian Collaredo springt auf 189 Meter, hatte aber gute Bedingungen und landet auf Platz 4.
++ Momentan liegt Janne Happonen aus Finnland in Führung. Er ist der einzige der ersten zehn Springer, der über die 200-Meter-Marke kommt und bei 202 Metern aufsetzt. Hinter ihm liegt der Deutsche Richard Freitag, vor Robert Hrgota, die 181.5, respektive 180.5 Meter gesprungen sind.
+++ So, der Wettkampf hat begonnen. Der Wind macht den Springern noch immer zu schaffen. Aber das Wetter zeigt sich von seiner besten Seite. Die Sonne scheint.
15.15 Uhr: Der Probedurchgang ist soeben zu Ende gegangen. Für einmal fliegt Simon Ammann der Konkurrenz aber nicht davon. Schon bei 176 Metern landet der Toggenburger. Allerdings: Die Bedingungen sind mies. Auch Gregor Schlierenzauer setzt schon bei 187.5 Metern auf.
Vor dem Wettkampf
Simon Ammann fliegt in der Qualifikation zur Skiflug-WM in Planica der Konkurrenz um die Ohren. Seit den Olympischen Spielen und seinem neuerlichen Doppelgold ist Simon Ammann der Konkurrenz meilenweit voraus, gewinnt am Laufband.
Dieser Trend setzt sich auch an der Skiflug-WM in Planica fort. In der Quali ist Ammann erneut eine Klasse für sich. Einzig Skiflug-Weltrekordhalter Björn Einar Romoeren springt weiter als Simi, allerdings mit drei Luken mehr Anlauf.
Mit dem gleichen Anlauf startete Gregor Schlierenzauer, Ammanns grösster Konkurrent in der vergangenen Saison. Und Ammann nimmt dem 20-Jährigen beinahe 20 Meter ab.
Trotzdem strotzt der junge Ösi vor Selbstvertrauen, macht eine Kampfansage in Richtung Ammann und der gesamten Konkurrenz. «Ich weiss, dass ich der weltbeste Flieger bin», so Schlierenzauer auf «Oe24.at». Wie Ammann würde aber auch Schlierenzauer lieber den Weltrekord knacken als den WM-Titel zu gewinnen.
Ob es einer der beiden schafft und wer tatsächlich der weltbeste Flieger ist? Ab 15.15 Uhr erfahren Sie es auf Blick.ch.
Skiflug-WM. Stand nach zwei von vier Wettkämpfen:
1. Simon Ammann (Sz) 445,6 (215,5/216)
2. Adam Malysz (Pol) 442,8 (217,5/215)
3. Gregor Schlierenzauer (Ö) 428,4 (209,5/205)
4. Wolfgang Loitzl (Ö) 425,2 (207/211,5)
5. Harri Olli (Fi) 414,1 (215,5/200)
6. Robert Kranjec (Sln) 413,6 (225,5/213,5)
Entscheidung am Samstag
Am Freitag finden in Planica ab 15.15 Uhr die Durchgänge eins und zwei der Skiflug-WM statt. Die Runden drei und vier folgen aber erst am Samstag (ab 10.15 Uhr). Nebst dem WM-Titel steht auch der Weltrekord von Björn Einar Romoeren im Fokus. 2005 sprang der Norweger – ebenfalls in Planica auf 239 Meter.