Russen wollen Start erzwingen Doping-Chaos vor der Tour de Ski

Am Samstag beginnt die Tour de Ski auf der spektakulären Sprintstrecke in Tschierv im Val Mustair. Doch der Start steht auch im Schatten gesperrter russischer Athleten und fehlender Superstars.

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Sport

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Die Tour de Ski hat dieses Jahr nicht die Ausstrahlungskraft früherer Jahre. Dafür gibts Gründe: Aus Schweizer Sicht, weil Dario Cologna nicht in Top-Form und sehr verhalten in die Saison gestartet ist. Aus allgemeiner Sicht, weil der Event nach zehn Jahren neue Farbtupfer und Ideen braucht und dieses Jahr nur Vorprogramm für die WM in Lahti im Februar ist. Bestimmt auch ein Grund ist das Fehlen des Superstars der Szene, Petter Northug. Anstatt an der Tour de Ski zu laufen, sitzt der Norweger daheim auf dem Sofa. Erledigt. Kaputt. Übertrainiert.

Weiterer wichtiger Grund betrifft das leidige Thema Doping: Auch nicht am Start sein wird Vorjahressiegerin Therese Johaug, sie ist wegen eines Anabolika-Befundes noch länger suspendiert. Und in Folge der Ermittlungsergebnisse der Untersuchungskommission um Richard McLaren wurden sechs derzeit aktive russische Langläufer vorläufig gesperrt. Darunter Alexander Legkow und Jewgeni Below.

Diese möchten aber bei der Tour de Ski unbedingt starten, schliesslich gehe es um sehr viele Weltcup-Punkte und um viel Geld und Prämien. Das Duo beteuerte in einer eidesstattlichen Erklärung seine Unschuld. Beide haben nun beim Ski-Weltverband Antrag gestellt, die Suspendierung aufzuheben und fordern eine rasche Entscheidung.

Die Tour de Ski dauert vom Samstag bis am 8. Januar und macht 2017 in drei Ländern Station. Nach dem Auftaktwochenende in Val Mustair geht es am Dienstag und Mittwoch im bayrischen Oberstdorf weiter. Anschliessend reist der Tross nach Italien, wo das Rennen zunächst in Toblach Station macht und am Wochenende in Val di Fiemme endet. (red)

Publiziert am 29.12.2016 | Aktualisiert am 31.12.2016
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3 Kommentare
  • Valentin  Vieli 30.12.2016
    Wenn Legkow nicht starten darf, dann muss auch der des Dopingsmissbrauchs überführte Norweger Sundby mindestens für 2 Jahre gegsperrt werden.
  • Toni  Lötscher 29.12.2016
    Es gab schon unzählige Dopingsünder, die unter Tränen ihre Unschuld beteuerten und einige Zeit (evtl. Jahre) später alles zugaben. Ein Aufzählung würde zu lang.
    • steff  walther 29.12.2016
      @Toni. Selbstverständlich gibt es unter den Schuldigen ausschlieslich Schuldige, unter den Unschuldigen nur Unschuldige! Doch immer nur auf den einen Einzuhauen wäre es an der Zeit auch mal die sog. Unschuldigen zu denken. Oder braucht es einen Schuldigen um vom Unschuldigen ablenken zu können?