Russe ist erster Tour-Leader «Ich mache das für das ganze Team!»

Der Russe Sergei Ustjugow (24) ist heiss auf den Tour-de-Ski-Sieg. Erst recht, weil viele seiner Teamkollegen wegen einer provisorischen Dopingsperre zuschauen müssen.

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Ausgerechnet ein Russe gewinnt also die erste Etappe der Tour de Ski. Sergei Ustjugow setzte sich am Silverstertag mit einer äusserst dominanten Leistung im Sprint durch. Angestachelt, durch die provisorische Doping-Sperre seiner Teamkollegen.

«Ich bin sehr glücklich, der stärkste sein», sagte er nach dem Sieg. «Ich möchte für mich selbst der Beste in der Tour sein. Und für die anderen, die zu Hause sitzen.» Sie hätten zusammen trainiert und das also auch zusammen erreicht. «Ich mache das für das Team.»

Gegenüber der norwegischem Sender «NRK» führt er weiter aus: «Ich werde versuchen, die Tour zu gewinnen. Alexander Legkow, Jewgeni Below und Maxim Wylegschanin wären bereit gewesen und es ist schwierig für uns, sie zu verlieren.»

Die provisorische Sperre sechs russischer Athleten sorgte vor dem Tour-Auftakt für Aufsehen. Legkow und Below hofften bis zum Schluss auf eine Teilnahme, legten Rekurs ein. Ihr Argument: Sie seien nie positiv geprüft worden.

Jedoch wurden an den Flaschen mit ihren Urinproben gemäss McLaren-Report Spuren von Manipulationen festgestellt, weshalb die Fis an der Sperre festhält.

So oder so: Ustjugow geht heute als Leader auf die zweite Etappe. Und der 24-Jährige gilt tatsächlich auch als einer der aussichtsreichsten Herausforderer des Titelverteidigers Martin Johnsrud Sundby. Im letzten Jahr belegte er den dritten Schlussrang.

Dario Cologna nimmt das heutige Massenstartrennen über 10 km in der klassischen Technik als 13. In der Tour-Wertung in Angriff. Beim Münstertaler stellt sich vor allem die Frage der Taktik.

Normal klassisch laufen? Oder es auf Skating-Ski probieren und alles durchstossen? «Die Frage ist, was schneller ist. Leider weiss man das immer erst nach dem Rennen», sagt Cologna.

Publiziert am 01.01.2017 | Aktualisiert am 03.01.2017
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2 Kommentare
  • Artur  Nuttli , via Facebook 03.01.2017
    Die Proben wurden von Lausanne nach London überstellt und in London entdeckte man innen Kratzspuren an den Fläschchen. Was krass wäre, wenn ein Sundby erwischt wird, nach kurzer Zeit wieder mit tun kann, aber jemanden dem nur Vorgeworfen werden kann es getan zu haben dann für 2 Jahre aus dem Verkehr nehmen wird. Gegen Doping muss man vorgehen, aber es muss für alle gleich sein.
  • Ernst  W. 01.01.2017
    Trotz aller tollen sportlichen Leistungen- glaubt denn wirklich noch jemand an sauberen Sport? Es gilt wohl eher das Motto: Lass Dich nicht erwischen- hab eine gute Story parat (Asthma ;-) oder lass Dich von einem mächtigen Verband schützen.