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Einsam skatet ein Langläufer durch die verschneiten Wälder Norwegens. Mit einer Stirnlampe leuchtet er sich seinen Weg durch die früh hereingebrochene Nacht. Weltcup-Gesamtsieger Dario Cologna holte sich den letzten Schliff für den Saisonstart. Heute in Beitostölen gehts mit dem Weltcup los (13.15 Uhr Eurosport live). Mit BLICK spricht Super-Dario zuvor noch über verkochte Teigwaren, Erwartungsdruck und eine Olympia-Bronzemedaille.
Sie bereiteten sich zuletzt in einer Waldhütte auf die Olympia-Saison vor. Lieben Sie diese Einsamkeit?
Dario Cologna: Eigentlich nicht so. Ich habe es gerne, wenn etwas läuft. Es ist allerdings auch nicht so, dass wir da völlig alleine waren. Viele andere Nationen, unter anderem die Norweger, haben auch da trainiert.
Was vermissen Sie in Norwegen im Vergleich mit der Schweiz?
Ich fühle mich in Norwegen nicht so weit weg von der Schweiz. Es ist nicht alles anders. Das Essen ist allerdings nicht gleich gut. Hier gibt es fast immer Fisch und Kartoffeln oder verkochte Teigwaren. Manchmal vermisse ich ein gutes Stück Fleisch.
Sind Sie in Norwegen ein Star?
Schon ein wenig. Langlauf ist in Norwegen der Nationalsport. Da ist es klar, dass ich auf der Strasse oder in der Loipe ab und zu erkannt werde.
Wie gehen Sie mit den höher gewordenen Erwartungen um?
Das ist kein Problem. Klar, letztes Jahr konnte ich mich mehr verstecken. Auch meine Erwartungen sind nun höher. Mit Druck von aussen kann ich gut umgehen.
Sind Sie nach Ihrem Muskelfaserriss im September schon bereit für den Weltcup-Start?
Ich bin erst seit gut drei Wochen wieder auf den Ski. Ich lasse mich überraschen. Ein solches Rennen ist das beste Training.
Wenn ich Ihnen heute eine Olympia-Bronzemedaille anböte. Würden Sie annehmen?
(Zögert) Man muss sicher sehen, wie die Saison läuft. (Überlegt lange) Das Ziel ist sicher etwas mehr als die Bronzemedaille.