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Über dem Skiflug-Weltrekordler Romören (239 m) scheint an diesem Regentag im Val di Fiemme gleich ein ganzes Dutzend Schutzengel gewacht zu haben. Der Norweger stürzte schon im ersten Durchgang. Weil Romören auf 95 Prozent der Bestweite gekommen war, wurde der 27-Jährige dem Regelment gemäss zum Final zugelassen.
Bei seinem zweiten Einsatz ruderte Romoeren bei der Anfahrt zum Schanzentisch wild mit den Armen. Unmittelbar nach dem Absprung verlor der Norweger seinen rechten Ski, stürzte hart auf den Rücken und rutschte danach die ganze Landebahn hinunter. Der Skispringer blieb vorerst benommen liegen. Wenige Minuten später erwiesen sich die Befürchtungen über eine schwere Verletzung als unbegründet. Romören verliess das Stadion zwar geschockt, aber auf den eigenen Beinen.
Als Auslöser des Zwischenfalls wird ein Bindungsdefekt vermutet. Nach einem kurzen Unterbruch entschied sich die Jury zum Abbruch des Wettkampfes. Der Sturz von Romoeren bildete dabei nur einen Aspekt der Überlegungen. Der Dauerregen ging zunehmend in Schnee über, was das Springen zu gefährlich mache, erklärte Renndirektor Walter Hofer.
Als einen der Verlierer des Tages bezeichnete Werner Schuster, Trainer der Schweizer Skispringer, Weltmeister Simon Ammann, der sich bei ungünstigen Bedinungen mit Rang 26 bescheiden musste. Noch schlimmer traf es Adam Malysz. Der Pole hätte als 46. nicht einmal den Final erreicht.
Eine solide Leistung nach der Tournee-Pause bescheinigte Schuster Andreas Küttel: «Mit seinem 7. Platz ist er gut davongekommen. Bei ihm stellt die Feinkoordination beim Absprung noch ein Problem dar.»
Der Schreck über Romörens Sturz dürfte den Norwegern die Freude über ihren Doppelsieg verdorben haben. Mit seinem Flug auf 130,5 m (133,9 Punkte) feierte Tom Hilde seinen ersten Weltcup-Triumph vor Sigurd Pettersen (130 m/133,5 Punkte).
Mit seinem 4. Rang konsolidierte Thomas Morgenstern seine Weltcupführung. Der fünffache Vierschenzentournee-Sieger Janne Ahonen (Fi) belegte den 5. Platz. (si)