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Voll ran: Sarah bringt sich auf Vorderfrau. (K. Bettels)
Momentan gehts nicht sehr gut», orientierte Sarah im Bülacher Sportzentrum Hirslen unverblümt. Und für einmal meint sie weder die Diskushernie noch ihre Hüftprobleme. Die starken Schmerzen in Gesäss und Bein sind erfreulicher- und auch etwas überraschenderweise weg seit der Art-on-Ice-Tour. Ihrem Manualtherapeuten Rolf Fischer aus Stans sei Dank. Schlagen dessen alternative Heilmethoden weiter an, sei wohl nicht einmal mehr eine OP nötig.
Aber die 24-jährige Bülacherin hat neue Probleme: Vor allem einen massiven Trainingsrückstand. «Ich habe monatelang kein Krafttraining mit den Beinen gemacht. Das wirkt sich technisch auf die Sprünge aus. Im Moment würde es für die WM nicht reichen. Aber ich habe ja noch zwei Wochen ...»
Ab dem 22. März will sie sich in Los Angeles einen Olympia-Platz für Vancouver 2010 sichern. Ein Platz in den Top 20 würde dafür genügen. Aber Sarah, die sicherheitshalber auf ihre alte, verinnerlichte Kür zurückgreift, hat ihren Stolz: «Persönlich wäre ich damit nicht zufrieden.»
Trainieren, krampfen, schwitzen heisst nun die Devise. Und hoffen, dass ihr Körper die Überbelastung aushält. «Das ist meine einzige Chance», weiss Sarah.
Nutzt sie diese nicht, würden die nächsten Winterspiele vielleicht ohne Schweizer Kufenkünstler stattfinden. Denn im schlimmsten Fall qualifiziert sich auch Jamal Othman (22) nicht.
Und, nein, Stéphane Lambiel wird nicht für einen Quotenplatz einspringen. Sollte der zurückgetretene Star in LA gesehen werden, wäre es nur für eine Reportage im japanischen TV.