Sarah Meier holt sich Olympia-Ticket

  • Publiziert: 29.03.2009, Aktualisiert: 03.01.2012

LOS ANGELES - Sarah Meier verbessert sich an der WM in Los Angeles in der Kür um einen Platz auf den neunten Schlussrang. Wenige Stunden vor dem Start dachte Meier noch an eine Aufgabe! Mit Weltrekord zum Titel lief Kim Yu-Na.

Das Abschneiden von Meier – sie war die drittbeste Europäerin – ist angesichts der Umstände als ausserordentlich zu bezeichnen. Am Morgen vor der Kür hatte die 24-jährige Bülacherin gar ans Aufgeben gedacht, weil sie im Training aufgrund der zurückgekehrten Schmerzen überhaupt nichts hatte machen können.

Dennoch stand sie in ihrer Kür – wegen der Diskushernie und den Hüftproblemen hatte sie auf die in der Saison zuvor gelaufene zurückgegriffen – vier Dreifache. Der einzig grössere Fehler unterlief ihr beim zweiten Dreifach-Salchow, den sie nur einfach sprang.

Sarahs Kampf hat sich ausbezahlt

Meier erhielt für ihren Auftritt 105,01 Punkte – die persönliche Bestleistung beträgt 113,00. Im Totalen kam sie auf 163,37 (PB 171,88). Mit Rang 9 sicherte die Zürcher Unterländerin der Schweiz zwei Quotenplätze für die Olympischen Spiele 2010 in Vancouver. Allerdings dürfte der zweite Platz kaum vergeben werden. «Das ganze Kämpfen hat sich ausbezahlt. Nun ist etwas zurückgekommen», sagte Meier überglücklich. (Si/sme)

Kim wie von einem anderen Stern

In eigenen Sphären bewegte sich die erst 18-jährige Südkoreanerin Kim Yu-Na, die als erste Frau die 200-Punkte-Marke übertraf.

Ihre Vorstellung war allerdings nicht mehr dermassen atemberaubend wie am Tag zuvor im Kurzprogramm. Dies lag nicht nur daran, dass sie beim geplanten Dreifach-Salchow (einfach gewertet) einen Fehler machte, sondern auch daran, dass ihre letzte Pirouette nicht anerkannt wurde, was einen Nuller zur Folge hatte. Dennoch stellte sie mit insgesamt 207,71 einen deutlichen Punkte-Weltrekord (zuvor Mao Asada 199,52) auf.

Kim distanzierte die zweitklassierte Joannie Rochette um 16,42 Punkte. Die Kanadierin stand erstmals auf dem WM-Podest, was allerdings nicht nachvollziehbar war. Bronze gewann die Japanerin Miki Ando, die Weltmeisterin von 2007. Die entthronte Titelverteidigerin Mao Asada musste sich mit Rang 4 begnügen. (Si)

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