Trotz neusten Doping-Enthüllungen Schweizer Bob-Stars verzichten auf WM-Boykott

Während der lettische Bob- und Skeleton-Verband nicht an der bevorstehenden WM im russischen Sotschi teilnehmen will, sehen die Schweizer von einem Boykott ab.

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Der Abschluss-Bericht zum russischen Doping-Skandal von Chef-Ermittler Richard McLaren hat das nächste Sportbeben ausgelöst. Der neuste McLaren-Report bestätigt ein über zehn Jahre dauerndes, staatlich geschütztes Dopingsystem in Russland. Insgesamt sollen über 1000 Sportler von der Vertuschung profitiert haben. Unter den Verdächtigen ist auch Bob-Doppel-Olympiasieger Alexander Subkow (42), der alle Anschuldigungen zurückweist. 

Nun hat sich Lettland als erster Verband offiziell von den Bob- und Skeleton-Weltmeisterschaften 2017 (13. bis 26. Februar) im russischen Sotschi zurückgezogen. Bei der letzten WM in Innsbruck-Igls standen die Letten im Medaillenspiegel auf Platz zwei hinter Deutschland.

«Nach den jüngsten Enthüllungen sagen wir: Genug ist genug. Während unser Weltverband den McLaren-Report noch immer 'lesen und verdauen' will, werden wir tun, was wir können. Wir werden mit Freude die Weltmeisterschaft auf jeder Bahn der Welt austragen. Aber wir werden nicht an den Weltmeisterschaften in Sotschi teilnehmen. An einem Ort, wo 2014 der olympische Geist gestohlen wurde», gibt der lettische Verband am Sonntag bekannt.

Anders tönt es bei unserem Verband. «Ob der Austragungsort der Bob- und Skeleton Weltmeisterschaften im Februar 2017 aufgrund des letzte Woche veröffentlichen McLaren Reports Teil 2 immer noch Sotschi sein soll, muss in erster Linie vom IOC vom internationalen Verband (IBSF) entschieden werden», teilt Swiss Sliding am Montag mit.

Swiss Sliding vertrete strikte die Meinung, dass 2017 eine WM ausgetragen werden müsse, auf welcher Bahn auch immer. Dies sei eine Verpflichtung der IBSF gegenüber den Athleten, Sponsoren und Partnern von Swiss Sliding und anderen Nationalverbänden. (rae)

Publiziert am 13.12.2016 | Aktualisiert am 13.12.2016
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