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Das Wichtigste vorweg: Didier Cuche hebt den Daumen hoch für die Olympischen Spiele! Die Erleichterung ist ihm einen Tag nach der Operation unter Vollnarkose am rechten Daumen anzusehen: «Ich bin zuversichtlich, dass ich in Vancouver bereit sein werde und angreifen kann», lässt er die Ski-Nation Schweiz wissen.
In den nächsten Tagen kommt zu den sieben Schrauben und der Titan-Platte in Cuches Hand noch eine Spezial-Schiene dazu, die genau angepasst wird. «Wie genau ich die Hand schützen kann und wie gut alles läuft, wird sich zeigen. Da ist wohl auch Improvisation gefragt», so der vierfache Saisonsieger.
Zwar ist Titan kein Edelmetall, aber für Cuche ist es trotzdem Gold wert! Denn: Mit Titan in und der Schiene an der Hand, will Cuche in Vancouver nach den Sternen greifen.
Auf die Ski steht Cuche wohl erst am 9. Februar wieder, dem Tag vor dem ersten Abfahrtstraining in Whistler. Den «letzten Schliff für Olympia» (Cuche) will sich der 35- Jährige im Kraftraum holen: «Das Ziel ist, dass ich mich bis zum Abflug noch etwas bewege. Das Konditionstraining muss ich aber wegen der verletzten Hand anpassen.»
Cuche fliegt zusammen mit den anderen alpinen Olympia-Teilnehmern am 5. Februar nach Vancouver.
Und auch die Ärzte sind zuversichtlich, dass Cuche um Edelmetall mitfahren kann.
Cuche zog sich in Slowenien einen Splitterbruch des ersten Mittelhandknochens zu. Dr. Stephan F. Schindele fixierte die Bruchstelle mit der Titan-Platte und den sieben Schrauben.
«Der Knochen braucht sechs bis acht Wochen, bis er wieder vollständig stabilisiert ist. Dank der stabilen Platte und den Schrauben wird Didier Cuche die Hand aber schon viel früher wieder belasten können», erklärt Handchirurg Schindele.
Eine ebenfalls in der Klinik vorgenommene MRI-Untersuchung von Cuches linkem Knie fördert keine gravierenden Verletzungen zutage. Festgestellt werden eine Überdehnung des Aussenbandes, ein leichter Kniegelenkserguss und ein Bluterguss. «In zwei Wochen in Vancouver sollte Didier Cuche bereit sein», sagt der fürs Knie zuständige Arzt Stefan Preiss.
Wie auch immer. In 13 Tagen fährt «Speedier» mit Übergangsmetall (siehe Kasten rechts) in Richtung Edelmetall! (wst/Si)